Freitag, 29. August 2008

Dangerous Crossing


Kein dunkler Großstadtmoloch bevölkert von Gangstern, Zuhältern und verführerischen Damen, die den Männern mit ihren Reizen den Kopf verdrehen. Keine Detektive, die mit rüden Manieren und schnoddriger Schnauze ihren Fällen bis zum bitteren Ende nachgehen. Stattdessen ist die Location ein Schiff - ein ziemlich untypischer Ort für den sonst so stark an Asphalt gebundenen Film Noir – und die Protagonistin eine jung verheiratete Frau, die sich in „Dangerous Crossing“ (1953) auf die Suche nach ihrem Ehemann begibt.
Es sollte eigentlich eine Kreuzfahrt ins Glück werden, auf die sich die frisch Vermählte Ruth mit ihrem Gatten John Bowman begibt. Alles scheint perfekt, doch wie so oft besitzen natürlich solche Situationen das Potential für die größten Alpträume. John Bowman verschwindet kurz nach Betreten des Schiffes ohne jegliche Spur. Auf der Suche nach ihrem Mann droht Ruth immer stärker in Wahnzustände abzugleiten, denn dieser taucht weder auf der Passagierliste noch sonst irgendwo an Bord auf. Was ist passiert? Ist John entführt worden oder entspringt doch nur alles Ruths wilder Fantasie?
Der aus dem Hause 20th Century Fox stammende „Dangerous Crossing“ spielt nicht unbedingt in der Spitzenliga der Schwarzen Serie mit, kann aber zweifelsohne in seinem Milieu mehr als nur überzeugen. Der Film strahlt Frische und eine belebende Vitalität aus, die er sich über die volle Spielzeit bewahren kann. Die Geschichte ist zwar relativ simpel gestrickt, doch die zentrale Frage „Was ist mit Ruths Ehemann geschehen?“ wurde dramaturgisch packend aufbereitet und zieht den Zuschauer in seinen Bann. Hobby-Detektive werden hier zum fröhlichen Mitraten eingeladen, denn auch der Zuschauer wird bis zu letzt ohne Hinweise im Dunkeln gelassen. Misstrauen und Zweifel gegenüber Ruth werden geschickt gestreut und lassen jede nur denkbare Möglichkeit offen. Auch wenn der Film insgesamt eher gemächlich inszeniert ist, gelingt es trotzdem ohne Mühen einen starken Spannungsbogen einzuweben, der den Zuschauer erwartungsvoll in Richtung Auflösung blicken lässt. In optischen Belangen erweist sich „Dangerous Crossing“ genauso nebulös wie seine Story. Dichte Nebelschwaden ziehen in s/w über die nächtlichen Decks des Luxusliners, kreieren dabei eine atmosphärische Gänsehaut, die dem Film zweifelsohne gut zu Gesicht steht. (8/10 Punkten)

TV-Tipps (30.08. - 05.09.2008)

Samstag, der 30.08.2008
  • 20:15: Arlington Road (RTL2)
  • 22:40: Falling Down - Ein ganz normaler Tag (Kabel1)
  • 23:15: West Side Story (HR)

Sonntag, der 31.08.2008
  • 20:15: Men in Black (PRO7)
  • 20:15: Blow (RTL2)
  • 22:25: Bad Boys - Harte Jungs (PRO7, geschnitten)
  • 22:40: Angel Heart (TELE5)
  • 23:15: Gilda (BR)
  • 23:35: Broken Flowers (ARD)
  • 00:15: Dark City (Kabel1)

Montag, der 01.09.2008
  • 23:50: Amores Perros (HR)

Dienstag, der 02.09.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:20: Kap der Angst (ARD)
  • 02:25: Misfits - Nicht gesellschaftsfähig (ARD)

Mittwoch, der 03.09.2008
  • 20:15: Cop Land (Kabel1)
  • 00:35: Madame de... (ARD)

Donnerstag, der 04.09.2008
  • 20:15: Nicht auflegen! (VOX)
  • 23:15: Django (HR, geschnitten)

Freitag, der 05.09.2008
  • 20:15: Men in Black 2 (PRO7)
  • 22:00: Lock Up (TELE 5, geschnitten)
  • 01:15: Der Pate (1) (ARD)
  • 02:50: Der Pate (2) (ARD)

Freitag, 22. August 2008

"Film als Kunst" von Rudolf Arnheim


Film als Kunst von Rudolf Arnheim.


Über 75 Jahre alt und doch kein bisschen müde: Das 1932 in Berlin erschienene „Film als Kunst“ des Medientheoretikers Rudolf Arnheim hat über die Jahre fast nichts von seiner Aktualität verloren. Einzig die zeitgeschichtlichen Begleitumstände haben sich weiterentwickelt. Während der damalige Film noch stark unter seinem Ruf als Jahrmarktsattraktion zu leiden hatte und aufgrund seines vermeintlich reproduzierenden Charakters nicht als Kunstform angesehen wurde, dürfte dieses Thema anno 2008 weitestgehend vom Tisch sein. Doch verharren wir noch einen Moment bei den Anfängen, denn die Verweigerung Film als Kunstform anzusehen, ist schließlich der Grund, dass „Film als Kunst“ überhaupt existiert. Rudolf Arnheim untersucht darin mit bestechender Logik verschiedenste Eigenschaften des Mediums (bspw. die fehlende Raumwirkung bzw. Flächigkeit des Filmbildes im Gegensatz zur dreidimensionalen Realität) und analysiert nachvollziehbar die kreativen Gestaltungsmöglichkeiten (Wahl des Blickwinkels, Entfernung zum Objekt etc.), welche die Arbeit mit der Filmkamera mit sich bringen. Seine selbst gestecktes Ziel: All jene Skeptiker, die im Medium Film lediglich eine Reproduktion der Wirklichkeit sehen, mit klaren Argumenten Lügen zu strafen. Viele Gedankengänge bestechen dabei vor allem durch ihre äußerst souveräne sprachliche Präsentation, die das Buch zu einem flüssigen Lesegenuss machen. Man muss kein Studium der Medienwissenschaften absolviert haben, um Arnheims Diskurs folgen zu können. Doch sollte diese Tatsache keinesfalls über die inhaltliche Komplexität von „Film als Kunst“ hinwegtäuschen. Aber was macht dieses Buch nun für heutige Generationen so interessant? Heute ist es weniger Arnheims Versuch, seine Leserschaft von der Tatsache zu überzeugen, dass Film eine Kunstform ist. Es ist vielmehr das schlichte Aufzeigen verschiedenster künstlerischer Gestaltungsmöglichkeiten/-aspekte, losgelöst von Arnheims ursprünglicher Intention. Es ist das Formulieren von allgemeingültigen Beobachtungen, die sowohl für kreative Köpfe als auch den schlichtweg interessierten Laien interessant sind. „Film als Kunst“ ist für jeden, der sich für Medientheorien begeistern kann, mehr als nur eine Empfehlung! (10/10 Punkten)

TV-Tipps (23.08. - 29.08.2008)

Sonntag, der 24.08.2008
  • 20:15: Walk the Line (RTL)
  • 20:40: Über den Dächern von Nizza (ARTE)
  • 23:30: GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia (ARD)
  • 00:00: Einsatz im Nordatlantik (3SAT)

Dienstag, der 26.08.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL, NEUE FOLGEN!)
  • 22:15: Monk (RTL, NEUE FOLGEN!)
  • 22:30: Wie ein wilder Stier (WDR)
  • 23:30: Die durch die Hölle gehen (SWR)

Mittwoch, der 27.08.2008
  • 22:30: Slither - Voll auf den Schleim gegangen (RTL2)

Donnerstag, der 28.08.2008
  • 22:40: Ricochet - Der Aufprall (VOX, geschnitten)
  • 22:45: Die schwarze Dahlie (ARD)

Freitag, der 29.08.2008
  • 00:45: Irrgarten des Schreckens (WDR)

Dienstag, 19. August 2008

Battle Royale

Was geschieht, wenn die Gesellschaft stetig weiter zerfällt und die Erziehung der rebellierenden nächsten Generation immer stärker aus dem Ruder zu laufen droht? Es werden Gesetze erlassen wie der „Battle Royale Act“, der vorsieht, dass eine ausgesuchte Klasse von Delinquenten auf einer geräumten Insel ein zynisches Spiel auf Leben und Tod zu absolvieren hat. Die Regeln sind einfach: Töte, um zu überleben. Denn nur die Person, die innerhalb eines gesetzten Zeitlimits auch den letzten Klassenkamerad getötet hat, kommt mit heiler Haut davon, wird zum Gewinner des „Königlichen Kampfes“.
Kinji Fukasakus „Battle Royale“ (2000) ist eine erschütternde, unbeschreiblich intensive Erfahrung. Vordergründig beruhen diese Empfindungen sicherlich auf der expliziten Darstellung des gnadenlosen Kampfes zwischen den Schülern. „Battle Royale“ funktioniert als harter Actionfilm ohne Zweifel perfekt. Die Inszenierung fährt fast durchgängig ein unglaublich hohes Tempo, was den Zuschauer zwischen den Kämpfen kaum zur Ruhe kommen lässt. Die Action wird vollmundig kredenzt und ist für den Freund derber Kost genau das Richtige. Doch genügen diese Kriterien allein, um aus dem Film das aufwühlende Meisterwerk zu machen, das er ist? Wohl kaum. Den eindringlichsten Beweis dafür erbringen Filme, wie Scott Wipers ähnlich angelegter „Die Todeskandidaten“(2007). Ein Kratzen an der Oberfläche von „Battle Royale“ hingegen lohnt sich. Zu Tage tritt ein bitterböser und ungeschönter Spiegel der Gesellschaft, der elementares, menschliches Verhalten anhand einer 40-köpfigen Schulklasse, die sich dem Tod gegenüber sieht, analysiert. Dabei tritt die Frage nach der wahren Natur des (unzivilisierten) Menschen in den Fokus. Was von unserem alltäglichen Verhalten sind wir selbst und was davon geht auf soziale bzw. zivilisatorische Zwänge und Reglementierung zurück? Erst der Überlebenskampf auf der Insel ermöglicht einen Blick hinter die Fassade, wenn etwa ein ausgespannter Freund zur Ursache eines Blutbades wird. Für jeden Schüler wird obige Frage gestellt – jedes Mal erhält man eine individuelle Antwort. Neid, Misstrauen und Angst werden zum Funken, der alle Fassaden sprengt. Zumindest dort, wo sie nicht schon bereits gefallen sind. Den einzigen Vorwurf, den man Fukasakus Film machen könnte, ist, dass er zumindest bei der Erstsichtung kaum Zeit lässt, um großartig über solche Aspekte nachzudenken. Dies ist jedoch ein Zugeständnis, dass man als Zuschauer gerne akzeptiert, wenn das Resultat eine solch überzeugende Mischung aus Unterhaltungsfilm und Tiefgang ist. (10/10 Punkten)

Montag, 18. August 2008

Transformers 2: Revenge of the Fallen

Auf MoviesOnline.ca sind die ersten Teaser-Poster zur kommenden Fortsetzung des letztjährigen Sommer-Blockbusters "Transformers" erschienen. Titel: Transformers 2: Revenge of the Fallen. Hoffentlich gelingt dem Bay noch einmal solch ein "Gute-Laune-Vehikel" wie im Jahr 2007!




Quelle: MoviesOnline.ca

Samstag, 16. August 2008

TV - Tipps (16.08. - 22.08.2008)

Samstag, der 16.08.2008
  • 20:15: Jarhead - Willkommen im Dreck (RTL)
  • 22:25: Wolf Creek (PRO7, geschnitten, Wdh.: 02:00)

Sonntag, der 17.08.2008
  • 23:30: 1900 - Gewalt, Macht, Leidenschaft (1)
  • 02:10: 1900 - Kampf, Liebe, Hoffnung (2)

Montag, der 18.08.2008
  • 23:15: Der Clou (SWR)

Dienstag, der 19.08.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:00: Der Mieter (3SAT)
  • 23:30: Einer flog über das Kuckucksnest (SWR)
  • 00:45: Oklahoma Kid (WDR)

Mittwoch, der 20.08.2008
  • 22:55: Wie ein wilder Stier (RBB)
  • 23:00: Rocky (SWR)
  • 01:00: Wege zum Ruhm (HR)

Donnerstag, der 21.08.2008
  • 00:05: Casino (ARD)

Freitag, der 22.08.2008
  • 20:15: Million Dollar Baby (PRO7)
  • 22:30: Der Tod und das Mädchen (3SAT)
  • 00:15: Die Rache des Toten (WDR)

Austin Powers an Bord von "Inglorious Bastards"

Die News der letzten Tage und Wochen waren gespickt mit dem Namen Tarantino. Tarantino hier in Berlin gesehen, Tarantino dort bei Verhandlungen mit Schauspieler XYZ erspäht. Der Grund des aktuellen Presserummels dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein: Quentins neuestes Projekt "Inglorious Bastards". Nachdem bereits schon einige prominente Namen im Cast aufgetaucht sind (u. a. Brad Pitt und Regiekollege Eli Roth), gesellt sich laut Berichten des Fachblattes Variety nun auch Komiker Mike Myers (Austin Powers 1-3) dazu. Dieser soll die Verkörperung des britischen Generals Ed Fenech übernehmen. Drehstart ist am 13.10.2008 in Deutschland.

Quelle: Variety.com

Samstag, 9. August 2008

TV - Tipps (09.08. - 15.08.2008)

Samstag, der 09.08.2008
  • 20:15: Der Schneider von Panama (Kabel1)
  • 20:15: An jedem verdammten Sonntag (VOX)
  • 22:20: Terminator 2 (RTL)
  • 22:25: Die Rocky Horror Picture Show (Kabel1)
  • 22:25: Musa - Der Krieger (RTL2)
  • 23:40: Rattennest (MDR)

Sonntag, der 10.08.2008
  • 20:45: Cleopatra (ARTE)
  • 23:15: Plötzlich im letzten Sommer (BR)

Dienstag, der 12.08.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:30: Sadistico (SWR)

Mittwoch, der 13.08.2008
  • 00:50: Wie ein wilder Stier (ARD)

Donnerstag, der 14.08.2008
  • 22:25: City of God (3SAT)

Donnerstag, 7. August 2008

"Francois Truffaut" von Antoine de Baecque/Serge Toubiana


Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Dies ist zweifelsohne nicht falsch. Oftmals erweist es sich jedoch als spannend, zu erfahren, was Wörter für ein Vermögen besitzen, wenn man sie nicht in direkte Konkurrenz zu Bildern setzt, sondern sie vielmehr über (laufende) Bilder berichten lässt. Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle die neue Rubrik „Buchrezensionen“ einführen, die sich künftig mit dem Thema „Film in der Literatur“ beschäftigen wird. Die Spanne dafür ist weit bemessen: Drehbücher, Biographien, Filmvorlagen, theoretische Texte zur Filmgeschichte u. ä. Alles jenes findet in der neuen Rubrik seinen potentiellen Platz.



Francois Truffaut von Antoine de Baecque & Serge Toubiana

Die erste Empfehlung dieser neuen Rubrik hat sich ganz der Liebe verschrieben. Sowohl der Liebe zum Kino allgemein, als auch der Liebe zu einem großen Regisseur: Francois Truffaut, welchem Antoine de Baecques und Serge Toubiana mit ihrer schlicht „Francois Truffaut“ betitelten Mammut-Biographie ein überlebensgroßes Denkmal setzen. Aufwändig recherchiert und mit einem besonderen Blick für Details rekonstruieren sie Truffauts Lebensweg. Von den komplizierten Jugendjahren bis hin zu seinem frühzeitigen Tod im Jahr 1984 verknüpfen sie den Privatmenschen mit seinem filmischen Schaffen. Der Kampf als Filmkritiker gegen das „alte Qualitätskino“, der Überraschungserfolg seines Spielfilmerstlings „Sie küßten und sie schlugen ihn“ und die sukzessiv erfolgende Etablierung in der Filmbranche sind nur einige wichtige Etappen im Leben Truffauts, die das Gespann de Baecque/Toubiana vor den Augen des Lesers wiederauferstehen lässt. Neben einer wirklich gelungenen, von tiefem Verständnis zeugenden Biographie gelingt dem Autoren-Duo zeitgleich ein spannender Abriss des damaligen Kinos, insbesondere der aufkeimenden „Nouvelle Vague“. Godard, Rohmer, Rivette, Chabrol und Co. Alle sind sie mit von der Partie, sowohl als Teil des neuen französischen Films als auch von Truffauts Leben.

Ohne unnötige Überdramatisierung der Lebensgeschichte gelingt es dem Buch den Leser zu fesseln und für den Menschen Truffaut zu begeistern – für einen Menschen, der bei weitem kein einfacher Charakter war. Jedoch ein Charakter mit Charme, Anziehungskraft und Leidenschaft, was jede einzelne Seite der Biographie spüren lässt – ohne jedoch langweilig einseitig oder verklärend daherzukommen. Ein weiterer positiver Aspekt ist der lebendige und mitreißende Schreibstil bzw. eine gute deutsche Übersetzung des selbigen. Das Resultat: akute Suchtgefahr, die soweit führt, dass man das Buch nicht mehr freiwillig beiseite legen möchte. Abschließend bleibt zu sagen, in diesem Buch steckt soviel Liebe, dass man gar nicht anders kann, als ihm ebenso viel Liebe entgegen zu bringen. Die Magie des Buchs lässt Cinephilen schlicht keine andere Wahl, als sich gefangen nehmen zu lassen, um vielleicht hinterher die Welt des Films mit anderen Augen entdecken zu können. In Punkten wären es glatte 11/10 Punkten.

Samstag, 2. August 2008

TV - Tipps (02.08. - 08.08.2008)

Samstag, der 02.08.2008
  • 20:15: Kundun (BR)
  • 20:15: Papillon (Kabel1)
  • 22:25: Shaun of the Dead (RTL)
  • 23:10: Die Unbestechlichen (Kabel1)
  • 23:35: Der Schakal (RBB)

Sonntag, der 03.08.2008
  • 18:20: Der Hund von Baskerville (Das 4.)
  • 20:15: Die Mumie kehrt zurück (RTL)
  • 20:15: The Rock - Fels der Entscheidung (PRO7, geschnitten)
  • 23:30: Die Blechtrommel (ARD)
  • 02:00: Park Row (ARD)

Dienstag, der 05.08.2008

  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk
  • 22:30: Rocky (WDR)
  • 23:00: Pink Floyd at Pompeji (ARTE)
  • 00:25: Django (WDR, geschnitten)
  • 00:35: Die durch die Hölle gehen (ARD)

Donnerstag, der 07.08.2008
  • 20:15: Hot Shots! Der 2. Versuch (VOX)
  • 23:15: L.A. Crash (ARD)

Freitag, der 08.08.2008
  • 20:15: Musa - Der Krieger (RTL2, geschnitten)
  • 22:15: Very Bad Things (Das 4.)
  • 22:25: Himmel über der Wüste (3SAT)

Sonntag, 13. Juli 2008

Fox Film Noir: Road House, Boomerang & Moontide

Die neunte Film Noir-Welle aus dem Hause 20th Century Fox rollt am 02. September 2008 in den amerikanischen DVD-Stores ein. Mit an Bord: Boomerang (1947), Road House (1948) und Moontide (1942).


Bonusmaterial:
  • Audio Commentary by film historians Alain Silver and Jame Ursini
  • Poster Gallery
  • Unit Photography Gallery
  • Theatrical Trailer



Bonusmaterial
  • Audio Commentary
  • Featurette
  • Interactive Pressbook
  • Still Galleries:
  • Fox Noir



Bonusmaterial
  • Audio Commentary
  • Featurette
  • Theatrical Trailer
  • Still Galleries

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Quelle: Classicflix.com

L.A. Confidential 2-Disc-Set im September

Warner Home Video hat bereits vor einiger Zeit die RC 1-Special Edition zum grandiosen Neo-Noir "L.A. Confidential" für den 23.September 2008 angekündigt. Nun gibt es das Artwork zur heiß ersehnten SE zu bestaunen. Ein echtes Schmankerl in bester Tradition der Schwarzen Serie. Das Set wird definitiv ein Pflichtkauf meinerseits!
Die Ausstattung der Discs liest sich wie folgt:


Disc 1
  • Commentary by Andrew Sarris
  • Music Only Track
  • Trailers and TV Spots
  • Showest
  • Nite Owl Action
  • Hollywood
  • Theatrical Trailer
  • Soundtrack Promo
Disc 2
  • Whatever You Desire: Making L.A. Confidential
  • Sunlight and Shadow: The Visual Style of L.A. Confidential
  • A True Ensemble: The Cast of L.A. Confidential
  • L.A. Confidential: From Book to Screen
  • Off the Record
  • Photo Pitch
  • The L.A. of L.A. Confidential Hollywood Center Motel
  • Formosa Café
  • Sid Hudgen's Office
  • Victory Motel
  • Bidwell's Office
  • Nick's Liquor
  • Lynn Bracken's House
  • Frolic's Room
  • Pierce Patchett's House
  • Movie Premiere Pot Bust
  • Mrs. Leffert's House
  • Nite Owl Café
  • Navarette's Hole-up
  • Fitch House
  • City Hall
  • L.A. Confidential [2000 TV Pilot]

Quelle: DVDTimes.co.uk

Freitag, 11. Juli 2008

Max Payne - Trailer


Erster Trailer zu "Max Payne" mit Mark Wahlberg. Sieht echt gut aus. Hoffentlich hält das Endprodukt den Erwartungen stand.

Quelle: Movie-Infos.net

Sonntag, 6. Juli 2008

Ruinen

Müssen wir bei Urlaubswerbungen vielleicht künftig wie im Fall von Zigaretten mit kleinen Warnslogans rechnen? „Achtung! Urlaub gefährdet Ihre Gesundheit und kann im schlimmsten Fall zum Tod führen!“. Dahin könnte tatsächlich der Trend gehen, betracht man die aktuelle Entwicklung im Horrorgenre. Horror entspringt vermehrt der Zeit, in der man seine Kraftreserven auftanken bzw. einfach die Seele baumeln lassen will: dem Urlaub. Seien es „Hostel 1+2“, „The Hitcher“ (2007), „Texas Chainsaw Massacre: The Beginning” oder der 2008 angelaufene “Ruinen”.
In letzterem erleben zwei amerikanische Pärchen im Zuge ihres Mexiko-Aufenthalts das pure Urlaubsgrauen. Während der Besichtigung einer abgelegenen Ruine geraten sie und ihre Führer mit den dortigen Einheimischen aneinander. Ohne zu wissen, warum man es auf sie abgesehen hat, fliehen sie auf eine alte Maya-Ruine, auf der man sie künftig durch Waffengewalt isoliert. Erst nach und nach klärt sich, dass es etwas mit dem pflanzlichen Bewuchs der Ruine zu tun haben scheint.
Carter Smiths „Ruins“ liefert dem Horrorfan Standardkost in einer netten kleinen Variante. Weder eine Organisation von Menschenhändlern noch ein Killer on the loose hat es diesmal auf die jugendlichen Protagonisten abgesehen. Vielmehr ist es im Fall von „Ruins“ eine äußerst aggressive Pflanze, die in einer Mischung aus Efeu, Klatschmohn und Cannabis Tod und Verderben für alle diejenigen bedeutet, die sich in ihre Nähe wagen. Weiter reicht dann die Individualität des Spektakels auch nicht, denn ansonsten bietet der Film die typisch platten Horror-Charaktere sowie einige Logikfehler, die mittlerweile irgendwie schon beinahe als obligatorischer Bestandteil des Genres erscheinen. Bei all den Kritikpunkten will man „Ruinen“ jedoch gar nicht absprechen, dass er als Unterhaltung für zwischendurch durchaus keine Fehlentscheidung sein muss. Es gibt einen erkennbaren Spannungsbogen, der den Zuschauer über 90 Minuten bei der Stange halten kann. Des Weiteren kommen hier auch Fans deftiger Effekte auf ihre Kosten und das ganz ohne auf „Hostel 2“-Niveau sinken zu müssen. Alles in allem lautet das Rezept: man nehme ein bisschen Psychoterror, ein paar bitterböse, blutige Einlagen und mische das Ganze mit einem ungewöhnlichen Feindbild. Fertig ist „Ruinen“. Kurzweilig und leicht verdaulich. (6,5/10 Punkten)

Samstag, 5. Juli 2008

TV - Tipps (05.07. - 11.07.2008)

Samstag, der 05.07.2008
  • 22:30: Mystic River (PRO7)
  • 23:35: Tarzan, der Affenmensch (RBB)
  • 23:45: Ein Köder für die Bestie (BR)
  • 01:25: Im Zeichen des Bösen (BR)

Sonntag, der 06.07.2008
  • 20:49: Jeremiah Johnson (ARTE)
  • 22:15: Running Scared (PRO7)
  • 23:15: Die Faust im Nacken (BR)
  • 00:15: Romeo is Bleeding (NDR)

Montag, der 07.07.2008
  • 21:00: Rocco und seine Brüder (ARTE)
  • 22:15: Match Point (ZDF)
  • 00:10: Eine Frau ist eine Frau (HR)
  • 00:55: Höhe Null (ARD)

Dienstag, der 08.07.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 22:55: Days of Being Wild (3SAT)
  • 23:15: Der Clou (NDR)

Freitag, der 11.07.2008
  • 22:15: Candymans Fluch (Das 4., geschnitten)
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Zum Schluß noch kurz in eigener Sache: Nachdem der Blog in letzter Zeit etwas geruht hat, geht es die Tage wieder mit einer aktuellen Kinobesprechung und der Einführung einer neuen Rubrik weiter.

Samstag, 28. Juni 2008

TV - Tipps (28.06. - 04.07.2008)

Samstag, der 28.06.2008
  • 22:55: Die Klapperschlange (Kabel1)
  • 23:45: Der Mann, der niemals aufgibt (ZDF)

Sonntag, der 29.06.2008
  • 23:30: Verdammt in alle Ewigkeit (BR)

Dienstag, der 01.07.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:00: J.S.A. - Joint Security Area (3SAT)
  • 23:25: 2046 (BR)
  • 00:20: Stadt in Angst (ARD)
  • 01:45: Der Mordprozess O'Hara (ARD)

Donnerstag, der 03.07.2008
  • 22:45: Der Clou (HR)

Freitag, der 04.07.2008
  • 00:15: Arzt und Dämon (WDR)

Samstag, 14. Juni 2008

TV - Tipps (14.06. - 20.06.2008)

Samstag, der 14.06.2008
  • 20:15: Der grüne Bogenschütze (Kabel1)
  • 22:10: Der unheimliche Mönch (Kabel1)
  • 22:30: Hängt ihn höher (ARD)
  • 23:00: Final Destination (PRO7)
  • 23:55: Der große Leichtsinn (RTL2)
  • 00:30: Sabata (ARD)
  • 01:45: Sherlock Holmes und das Halsband des Todes (3SAT)

Sonntag, der 15.06.2008
  • 20:40: African Queen (ARTE)
  • 22:15: Final Destination 2 (PRO7)

Montag, der 16.06.2008
  • 22:00: Predator (PRO7, geschnitten)
  • 01:10: Wie ich den Krieg gewann (ARD)

Dienstag, 17.06.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: Nacht über Manhattan
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:15: Im Zeichen des Bösen (NDR)
  • 23:25: Sprich mit ihr (BR)
  • 01:00: Jagd im Nebel (NDR)

Mittwoch, der 18.06.2008
  • 23:00: Die glorreichen Sieben (SWR)
  • 02:05: Chasing Amy (ARD)

Donnerstag, der 19.06.2008
  • 20:15: Flucht in Ketten (Das 4.)
  • 00:15: Ein Köder für die Bestie (HR)

Freitag, der 20.06.2008
  • 00:20: Rache aus dem Reich der Toten (ARD)

Donnerstag, 12. Juni 2008

The Mother of Tears


Ich glaube nicht an Reinkarnation, jedoch hätte mich Dario Argentos „Mother of Tears“ beinahe eines besseren belehrt. Lässt sich da nicht – besonders deutlich im Kontext der ausschweifenden und zuweilen unmotivierten Gewaltexzesse – deutlich die Handschrift des ’96 verstorbenen Genrefilmers Lucio Fulci erkennen, der geradezu unverschämt oft nach dem Credo „Tut’s nicht die Handlung, tut’s der Gorefaktor“ verfahren ist? Einstmals ein Sakrileg beide Namen in einem Atemzug dem Mund entweichen zu lassen, nach den filmischen Gurken der letzten Jahre vielleicht durchaus eine abzuwägende Überlegung? Wer weiß, doch zunächst einmal halblang, denn trotz der Kritikpunkte, die sich „Mother of Tears“ vorwerfen lassen muss, kann man Argento durchaus auch heute noch handwerkliche Souveränität attestieren – jedoch nicht zu verwechseln mit dem kreativen Quell früherer Werke. Alles andere bleibt leider hinter den hohen Erwartungen, die angesichts der Vorgänger „Suspiria“ und „Horror Infernal“ durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, zurück. Zugegebenermaßen, „Mother of Tears“ ist nicht der amateurhafte Totalausfall, zu dem er gerne hochstilisiert wird. Nichtsdestotrotz liegen Welten, wenn nicht sogar ganze Galaxien zwischen dem Argento von damals und dem von heute. Hat sich Argento so stark weiterentwickelt und seine Anhänger vergessen mitzunehmen? Zumindest letzterer Aspekt dürfte nicht ganz aus der Luft gegriffen sein. Die Fans wollen das, womit sie Argento in den 70/80ern verwöhnt hat.
Eine gelungene, wenn auch nicht sonderlich originelle Exposition, verspricht zunächst dahingehend Positives. Dieser Eindruck zerstreut sich leider zum Mittelteil hin immer deutlicher. Das Drehbuch bekommt keinerlei Chance dramaturgische Akzente zu setzen, sodass die Flucht bzw. der Kampf gegen die Mutter der Tränen absolut beliebig daherkommt. Aus Filmen wie z.B. „Tenebre“, „Suspiria“ oder „Opera“ haben sich dutzende Szenen – wenn nicht sogar der komplette Film – aufgrund ihrer kreativen Einzigartigkeit und ihrer ungeheuren, rohen Energie ins Gedächtnis gebrannt. Von „Mother of Tears“ bleibt, nachdem der Abspann gelaufen ist, leider nicht sonderlich viel haften. Selbst die teilweise ziemlich heftigen Gore-Effekte, mit denen Argento schon in „Pelts“ nicht gegeizt hat, verfehlen ihre Wirkung. Sie unterstreichen nichts, sie sind lediglich eine plakative Selbstschau, was auf die Dauer einen eher ermüdenden und abstumpfenden Charakter erhält.
Und was bietet „Mother of Tears“ sonst noch? Zahlreiche Querverweise auf die Vorgänger, die in ihrer Tragweite nicht über bloßes namedropping hinausreichen. Ein in Rom stattfindendes pseudoapokalyptisches Weltuntergangsszenario, das zwar nett gemeint ist, aber in seinen Ausmaßen eher dem berühmten Sturm im Wasserglas gleicht. Zudem noch die wohl peinlichsten Hexen der Filmgeschichte, die eher Gruftivarianten von „Germany Next Topmodel“ zu entsprechen scheinen. (5,5/10 Punkten)

Samstag, 7. Juni 2008

TV - Tipps (07.06. - 13.06.2008)

Man merkt es deutlich: die Fußball EM hat begonnen. Dementsprechend zurückgefahren wirkt das restliche TV-Programm, woran man sich wohl die nächste Zeit gewöhnen sollte.

Samstag, der 07.06.2008

  • 23:35: Der große Diktator (RBB)
  • 01:35: Moderne Zeiten (RBB)
  • 01:40: Rocky (ARD)

Sonntag, der 08.06.2008
  • 01:40: Hollywood Story (ARD)

Montag, der 09.06.2008
  • 21:00: THX 1138 (ARTE)
  • 01:05: Die letzte Nacht des Boris Gruschenko (ARD)

Dienstag, der 10.06.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: Thomas Crown ist nicht zu fassen (WDR)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:15: Der dritte Mann (NDR)
  • 00:20: Innenleben (ARD)
  • 00:55: Cocktail für eine Leiche (NDR)
  • 01:55: Der Schläfer (ARD)

Donnerstag, der 12.06.2008
  • 02:55: Aufstand der Tiere (ZDF)

Freitag, der 13.06.2008
  • 23:50: Die Schlangengrube und das Pendel (ARTE)

Freitag, 6. Juni 2008

Carl Theodor Dreyers Vampyr (1932)


Interessante Neuigkeiten für alle Anhänger des klassischen Kinos. Die ohnehin beachtenswerte britische "Masters of Cinema"-Serie hat für den 25.08.2008 die Veröffentlichung von Carl Theodor Dreyers "Vampyr" (1932) im Programm. Im folgenden die Einzelheiten zur anstehenden VÖ von DVDTimes.co.uk:

- New, high-definition transfer of the Martin Koerber / Cineteca di Bologna film restoration in its original aspect ratio (1.19:1)
- New and improved English subtitle translation
- Full-length audio commentary featuring film scholar Tony Rayns
- Full-length audio commentary featuring Oscar-winning director Guillermo del Toro talking about one of his favourite films
- Two deleted scenes, removed by the German censor in 1932
- Carl Th. Dreyer (1966) – a documentary by Jörgen Roos
- Visual essay by scholar Casper Tybjerg on Dreyer’s Vampyr influences
- The Baron – a short MoC documentary about Baron Nicolas de Gunzburg
- Inspiration for the film – Sheridan Le Fanu’s Carmilla – as an on-disc pdf.
- 80-page book featuring rare production stills, a facsimile reproduction of the 1932 Danish film programme, writing by Tom Milne (The Cinema of Carl Dreyer), Jean and Dale Drum (My Only Great Passion: The Life and Films of Carl Th. Dreyer), and Martin Koerber (film restorer).


Quelle: DVDTimes.co.uk

Sonntag, 1. Juni 2008

TV - Tipps (31.05. - 06.06.2008)

Samstag, der 31.05.2008
  • 23:10: Der Schakal (ARD, Original)
  • 23:35: Die glorreichen Sieben (RBB)
  • 23:45: Twister (3SAT)
  • 00:15: Crime is King (PRO7)

Sonntag, der 01.06.2008
  • 23:10: Hooligans (PRO7)
  • 00:00: 20 000 Jahre in Sing Sing (SWR)
  • 01:40: Die Spur des Fremden (ARD)

Montag, der 02.06.2008
  • 22:50: Fellinis Casanova (MDR)
  • 01:05: Einer flog über das Kuckucksnest (ARD)

Dienstag, der 03.06.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: Getaway (WDR)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:00: La mala educación (SWR)

Donnerstag, der 05.06.2008
  • 22:25: Augen der Angst (3SAT)
  • 00:15: Manderlay (ARTE)

Freitag, der 06.06.2008
  • 22:25: Blue Velvet (3SAT)

Dienstag, 27. Mai 2008

Die 120 Tage von Sodom


Vier faschistische italienische Großbürger ziehen sich mit einer Gruppe bestehend aus Jungen und Mädchen auf ein entlegenes Schloss zurück, um dort ihren perversen Neigungen mit den unterworfenen Jugendlichen zu frönen. Das also ist der Stoff, aus dem Skandale sind. Pier Paolo Pasolinis „Die 120 Tage von Sodom“ hat wie kaum ein zweiter Film zu seiner Entstehungszeit für weltweiten Aufruhr und Verbote gesorgt. Und selbst aus heutiger Sicht – in einer deutlich abgestumpfteren Welt – hat das Werk nichts von seiner Mark erschütternden Wirkung verloren. Pasolinis letzte Regiearbeit als „unbequem“ zu bezeichnen, ist zweifelsohne ein Euphemismus. Selten wurden sinnlose Qualen, unmenschliche Folter und totale Erniedrigungen so drastisch und konsequent in Szene gesetzt. Zusätzliche Intensität bekommt das Gezeigte durch eine betont karg-kühle und trostlose Inszenierungsweise, die sich vor allem im Dekor des Films widerspiegelt.
Es ist zweifelsohne nicht korrekt, „Die 120 Tage von Sodom“ auf seine Schockwirkung – wie es im Verlauf der Filmgeschichte sicherlich nicht zum ersten Mal geschehen ist –
zu reduzieren und ihn somit auf eine Stufe mit gängigen Exploitern zu stellen. Der Film zeichnet vielmehr ein ungeheuer wuchtiges Panoptikum menschlicher und seelischer Dunkelheit im Kontext des Faschismus/ Nationalsozialismus. Allein mittels Pasolinis Charakterisierung der vier Protagonisten sowie der Darstellung der „Opfer“, auf welche nicht näher eingegangen wird (jene bleiben vielmehr eine widerstandslose Masse, die sich ergeben ihrem Schicksal fügt), gelingt eine erschreckende Parabel in Bezug auf die politischen Verhältnisse zur Regierungszeit Mussolinis. Angelehnt an Dantes „Göttliche Komödie“ hat Pasolini sein Werk in drei Höllenkreise (Höllenkreis der Manien, der Scheiße und des Blutes) unterteilt und führt den Zuschauer direkt ins Zentrum jedes dieser Monstrositätenkabinette.
Objektiv gesehen kann man ablehnende Reaktionen des Films gegenüber bis zu einem gewissen Grad durchaus nachvollziehen, denn Pasolini bedient sich ohne Zweifel einer bis aufs Äußerste abstoßenden Bildsprache, die den ein oder anderen wunden Punkt trifft – aber dies nun einmal auch soll. Der Zusch
auer, der jedoch hinter die augenscheinliche Fassade blickt, wird zwar trotzdem mit einer nicht minder abstoßenden Welt konfrontiert, lernt diese aber in einem ganz anderen Kontext – fernab von bloßem Provokationswillen – kennen. (8/10 Punkten)

Montag, 26. Mai 2008

Warner Brothers legt nach...

Für alle Freunde von Box-Sets aus dem Hause Warner Bros. fällt Weihnachten, Ostern und Geburtstag wieder einmal auf den selben Tag, denn Warner Home Video hat für den 23.09.2008 die vierte Gangsters Collection als RC1-Veröffentlichung angekündigt. Im Set werden The Amazing Dr. Clitterhouse, The Little Giant, Larceny, Inc., Invisible Stripes and Kid Galahad enthalten sein. Letztgenannter wird auch als Einzel-VÖ erhältlich sein. Als Bonus beinhaltet das Box-Set eine neue Genre-Dokumentation ("Public Enemies: The Golden Age of the Gangster Film"). Die folgenden Einzelheiten stammen von der englischsprachigen Seite DVDTimes.co.uk!

The Amazing Dr. Clitterhouse (1938)
Dr. Clitterhouse (Edward G. Robinson) is fascinated by the study of the physical and mental states of lawbreakers, so he joins a gang of jewel thieves for a closer look in this often amusing crime drama. Claire Trevor co-stars as a savvy crime queen, and Humphrey Bogart plays Rocks Valentine, whom Dr. C. calls “a magnificent specimen of pure viciousness.” The movie also marks the start of one of film’s most noteworthy collaborations. John Huston, who was to later direct Bogart in The Maltese Falcon, The Treasure of the Sierra Madre and The African Queen, co-wrote the screenplay of The Amazing Dr. Clitterhouse.

Special Features:
  • Commentary by Dr. Drew Casper and Richard Jewell
  • Racket Busters theatrical trailer
  • Vintage newsreel
  • WB short: Night Intruder
  • WB cartoons:
    • Cinderella Meets a Fella
    • Count Me Out
  • 1941 Lady Esther Screen Guild Theater Broadcast (audio only)
  • 1944 Gulf Screen Guild Theater Broadcast (audio only)
  • Theatrical trailer
The Little Giant (1933)
The era of the bootlegger is past but liquor runner Bugs Ahearn (Edward G. Robinson) has a plan for what he’ll do now that Prohibition is history. He decides to head for California’s posh, polo-playing Santa Barbara to become part of the high society. What he finds there -- swindlers, gold diggers, great fun – makes first class entertainment in this pre-Code gem. Edward G. Robinson shows his comedic chops for the first time, paving the way for such subsequent films as A Slight Case of Murder, Brother Orchid, Larceny, Inc. and more persona-skewering frolics.

Special Features:
  • Commentary by Daniel Bubbeo and John McCarty
  • Vintage newsreel
  • WB short: Just Around the Corner
  • WB cartoon: The Dish Ran Away with the Spoon
  • Theatrical trailer
Larceny, Inc. (1942)
Edward G. Robinson once more turns his gangster image on its head in a gleeful romp based on the Broadway farce penned by Laura Perelman and S.J. Perelman. Robinson plays Pressure Maxwell, who emerges from Sing Sing planning to run a dog track with cronies Jug (Broderick Crawford) and Weepy (Edward Brophy). But the plan needs funding, so the group (assisted by Jane Wyman) opens a luggage shop as a front while attempting to tunnel into the bank next door. Now add the store’s unexpected success, a gabby traveling valise salesman (Jack Carson) and the arrival of a sour con (Anthony Quinn) who wants in on the action, and the laughs are thick as thieves.

Special Features:
  • Commentary by Haden Guest and Dana Polan
  • Vintage newsreel
  • The Big Shot theatrical trailer
  • WB short: Winning Your Wings
  • WB cartoons:
    • Porky’s Pastry Pirates
    • The Wabbit Who Came to Supper
  • Theatrical trailer
Invisible Stripes (1939)
Parolee Chuck Martin is going straight when he gets out of jail – straight back to a life of crime. In lockup or out in the civilian world, he knows he’ll forever wear a con’s ‘Invisible Stripes.’ As Martin, Humphrey Bogart continues to battle and sneer his way to career stardom in this volatile social-conscience crime saga adapted from a book by warden Lewis E. Lawes. Top-billed George Raft plays Martin’s ex-Sing Sing yard mate Cliff Taylor, who vows to walk away from crime and be a role model for his kid brother (William Holden). But what awaits Taylor are suspicion, public disdain and joblessness. So he turns to a fellow con for help. Then, as now, he finds crime doesn’t pay.

Special Features:
  • Commentary by Alain Silver and James Ursini
  • You Can’t Get Away with Murder Theatrical trailer
  • Vintage newsreel
  • WB short The Monroe Doctrine and Quiet, Please
  • WB cartoons:
    • Bars and Stripes Forever
    • Hare-um Scare-um
  • Theatrical trailer
Kid Galahad (1937)
This influential ring saga dramatically links professional boxing to criminal gambling. Edward G. Robinson is racketeer/fight promoter Nick Donati and tightly coiled Humphrey Bogart is Turkey Morgan. They’re rival promoters who, like fighters flinging kidney punches, end up swapping close-range bullets. Bette Davis plays the moll who has a soft spot for the bellhop (Wayne Morris) that Nick is grooming for the heavyweight title. And prolific Michael Curtiz directs this first of his six collaborations with Bogart that would include the romantic masterwork Casablanca and the sly comedy We’re No Angels.

Special Features:
  • Commentary by Art Simon and Robert Sklar
  • It’s Love I’m After theatrical trailer
  • Vintage newsreel
  • WB Shorts: Alibi Mark and Postal Union
  • WB Cartoons:
    • Egghead Rides Again
    • I Wanna Be a Sailor
    • Porky’s Super Service
  • Theatrical trailer
Public Enemies: The Golden Age of the Gangster Film -- Warner Home Video Documentary
As popular as these films were in their heyday, seminal giants like Little Caesar and Public Enemy as well as post-war gems like Key Largo and White Heat still hold power over their audiences today. Public Enemies: The Golden Age of the Gangster Film will explore the invention and development of the crime genre; the rise of Warner stars like Cagney, Bogart and Robinson; as well as directors like Walsh, Wellman and Curtiz. It will cover the films themselves and the influence they had on filmmakers all over the world; and the artistic merit that these defining classic films still warrant. Finally, the documentary will celebrate the impact that Warner Bros. Studios had in establishing the iconic Hollywood Gangster, often imitated but never equaled.

Special Features:
  • Four WB Cartoons: I Like Mountain Music, She Was an Acrobat’s Daughter, Racketeer Rabbit and Bugs and Thugs

Quelle: DVDTimes.co.uk
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Die zur Veröffentlichung stehenden Titel sagen mir zwar nicht viel, trotzdem oder vielleicht sogar gerade deswegen freue ich mich über den neuen Stoff aus dem Hause Warner Bros. Der Herbst ist gerettet!

Sonntag, 18. Mai 2008

TV - Tipps (17.05. - 23.05.2008)

Samstag, der 17.05.2008
  • 20:15: Der längste Tag (Kabel1)
  • 22:25: Collateral Damage (PRO7)
  • 23:20: Rififi (RBB)
  • 00:30: True Lies (PRO7)

Sonntag, der 18.05.2008
  • 20:15: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (PRO7)
  • 23:15: Phantom-Kommando (PRO7, geschnitten)

Montag, der 19.05.2008
  • 21:00: Der unauffällige Mr. Crane (ARTE)
  • 22:15: Verhandlungssache (ZDF)

Dienstag, der 20.05.2008
  • 20:15: Der weiße Hai 2 (Kabel1)
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: Der Clou (WDR)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 22:50: Sprich mit ihr (RBB)
  • 23:20: Anatomie eines Mordes (BR)
  • 00:20: Long Riders (ARD)

Mittwoch, der 21.05.2008
  • 22:30: Manderlay (ARTE)
  • 22:35: Cocktail für eine Leiche (RBB)

Donnerstag, der 22.05.2008
  • 20:15: Before Sunset (TELE5)
  • 22:45: Hotel Ruanda (3SAT)

Freitag, der 23.05.2008
  • 22:20: Lethal Weapon 4 (RTL2, geschnitten)
  • 23:15: Hatchet for the Honeymoon (ARTE)
  • 01:20: Malaya (ARD)
  • 02:55: Nach dem dünnen Mann (ARD)

Montag, 12. Mai 2008

Sie küßten und sie schlugen ihn


Die zartbitteren Kindheitserinnerungen des Francois Truffaut.

Francois Truffauts Spielfilmdebüt lässt sich am treffendsten mit dem Schmetterlingseffekt vergleichen, welcher einer kleinen Anomalie die Fähigkeit einräumt, unabsehbare Konsequenzen für die Zukunft nach sich zu ziehen. Diese kleine Anomalie im französischen Kino Ende der 50er Jahre nennt sich „Sie küßten und sie schlugen ihn“ (1959). Eine Auflehnung gegen den konventionellen französischen Film, mit welchem der damals 27-Jährige bereits in seiner Tätigkeit als Filmkritiker scharf ins Gericht gegangen ist. Der Gestus des Aufbegehrens bleibt jedoch nicht allein prägend für dieses Erstlingswerk. „Sie küßten und sie schlugen ihn“ liest sich ebenso als Dokument der Liebe – Truffauts Liebe zum Kino, so wie er es sich erträumt und für die Zukunft erhofft. Keine unbegründete Hoffnung, wie die Folgen des „Flügelschlags“ zeigen sollen…

„Sie küßten und sie schlugen ihn“ bekleidet in Truffauts Gesamtwerk eine ganz besondere Position. Er markiert einen Anfang in dreierlei Hinsicht – den Anfang einer erstaunlichen Karriere, die Initialzündung der Nouvelle Vague sowie den Beginn des Antoine-Doinel-Zykluses. Jener ist Truffauts filmisches Alter Ego, dessen Lebens- und Leidensweg ihn Zeit seiner Karriere beschäftigen sollte („Liebe mit Zwanzig“ (1962), „Geraubte Küsse“ (1968), „Tisch und Bett“ (1970) und „Liebe auf der Flucht“ (1979). Anhand dieses Ersatz-Ichs betrieb Truffaut über die Spanne von 20 Jahren eine Art kreative Selbsttherapie – getarnt unter dem Mantel des Geschichtenerzählens.

Trotz der von Truffaut bestrittenen autobiographischen Inhalte lässt sich dieser essentielle Aspekt des Werks nur schwerlich wegdiskutieren. Im Charakter des Protagonisten Doinel sind unzählige Erlebnisse, Gefühle und Verhaltensmuster des Regisseurs angelegt. Truffaut zeichnet ein fein durchstrukturiertes Psychogramm auf der reichhaltigen Basis eigener Lebenserfahrung. Verlorenheit und Haltlosigkeit in einer seltsam befremdlichen Welt spielen dabei eine genauso zentrale Rolle wie das Motiv des Durchkämpfens. Doinel, nach gängigem Sprachgebrauch ein Problemkind, lügt, klaut und lehnt jegliche Form der Autorität (egal ob Lehrer, Eltern oder das Erziehungsheim) ab. Nichtsdestotrotz findet sich in ihm (abgesehen vom Schulkameraden René, welcher dem Jugendfreund Robert Lachenay nachempfunden ist) der alleinige Sympathieträger des Films. Dieses starke Mitgefühl bezieht Doinel maßgeblich aus seiner vor dem Leben versteckten Seite - einer empfindsamen und aufgeweckten Facette, die ihn mit dem Rücken zur kalten Wand zeigt. Ein Blickwinkel, der allein dem Publikum vorbehalten bleibt und die Geschichte nuanciert.

Obwohl der Regisseur sein Alter Ego erkennbar als Opfer der Umstände (insbesondere des kühlen Elternhauses) zeichnet, fehlt ein wirklich anklagender Ton, um den Film als frontalen Angriff auf Mutter und Vater Truffaut zu werten. Es ist vielmehr die ausgesprochen reife Auseinandersetzung mit seinem Sujet, die das Werk maßgeblich prägt. Den Zuschauer beschleicht nicht das Gefühl einem bockigen Kind bei der Vergeltung seiner Jugendjahre beizuwohnen. Stattdessen erweckt der Film den Eindruck einer Rechtfertigung Truffauts, mit der er Zeugnis davon ablegen will, warum er ist, wie er ist. Warum er agiert, wie er agiert. Diese Gedanken korrelieren mit dem Gefühl, nicht aus der eigenen Haut hinaus zu können. Eine Haut, die man nicht will oder gar akzeptieren kann, obwohl sie bedauerlicherweise wie ein Maßanzug zu sitzen scheint. Verständlicherweise sind dies relativierende Einschätzungen, welche Truffauts Eltern zur damaligen Zeit nicht teilen konnten, denn „Sie küßten und sie schlugen ihn“ ist zweifelsohne harter Tobak und hat das ohnehin schon stark angespannte Familienverhältnis noch zusätzlich strapaziert. Ein Umstand, der schließlich zur bereits erwähnten, öffentlichen Leugnung der autobiographischen Ebene geführt hat – nachvollziehbar, jedoch wenig glaubhaft.

Aus den ruhigen, gar bedächtig-schön anmutenden Bildern bahnen sich zu jedem Zeitpunkt Truffauts Jugendjahre ihren Weg. Die stark gestörte Beziehung zur Mutter ist genauso wie das familiärere Verhältnis zum (Stief-!)Vater charakteristisch. Seine Zeit in der Jugenderziehungsanstalt, der Diebstahl der Schreibmaschine aus dem Büro des Vaters, die Streitigkeiten der Eltern untereinander und die damit verbundene Flucht von Hause. Das ist Truffaut. Film verschmilzt mit Leben, Leben verschmilzt mit Film. Beide Aspekte zehren voneinander und bereichern die jeweils komplementäre Sphäre. Dabei changiert „Sie küßten und sie schlugen ihn“, wie der zwar nicht wirklich werksgetreue deutsche Filmtitel andeutet, subtil zwischen Gefühlswelten. Diese bindet der Regisseur geschickt an Räumlichkeiten und Personen. Zeitlich begrenzte, glückliche Momente sind dem jungen Doinel vorrangig in Gegenwart seines Freundes René vorbehalten, mit dem er sich auf Jahrmärkten und in Spielhöllen austobt. Im Gegenzug dazu werfen die heimischen vier Wände genauso wie die Schule finstere Schatten voraus, welche selbst dann, als endlich Besserung im Hause Doinel einzukehren scheint, nicht weichen wollen.

Die finstersten Schatten wären in ihrer allumfassenden Intensität jedoch nichtig, gäbe es nicht ein talentiertes Gesicht, das sie zu reflektieren vermag - ein solches hat Truffaut im damals noch jungen Jean-Pierre Léaud gefunden. Facettenreich und mit dem richtigen Gespür für die Rolle verkörpert er den kleinen Rebellen Doinel. Dabei muss es sich der Rest des Casts gefallen lassen, von ihm an die Wand gespielt zu werden. Allein das poetisch-abrupte Ende am Meeresstrand, Doinels eingefrorener Gesichtsausdruck, welcher in seiner Komplexität kaum fassbar anmutet, zerstreut jedweden Zweifel bezüglich seiner Fähigkeiten. Er wirkt beinahe selbst überrascht, dass der Film an dieser Stelle sein Ende findet. Erstaunen darüber, dass er es bis hier hin – bis zu seinem selbst gesteckten Ziel: dem Meer – geschafft hat, spiegelt sich in seinem Gesichtsausdruck. Gleichermaßen aber auch Angst. Das Meer und die damit assoziierte Freiheit hat er erreicht, aber was kommt danach? Eine Frage, die der Regisseur an dieser Stelle nicht beantworten will oder vielleicht auch noch gar nicht kann.

Alles in allem gelang Francois Truffaut mit „Sie küßten und sie schlugen ihn“ ein außergewöhnliches Spielfilmdebüt. Eine einfühlsame Reminiszenz an die Jugend, die ohne jegliches Selbstmitleid funktioniert. Nicht klischeehaft, sondern menschlich und nachdenklich. Nicht überdramatisiert, sondern melancholisch und bedrückend real. Dergleichen nähert er sich jugendlichen Ängsten, Hoffnungen und Wünschen, die nicht ungehört bleiben wollen. (9/10 Punkten)

Sonntag, 11. Mai 2008

TV - Tipps (10.05.2008 - 16.05.2008)

Samstag, der 10.05.2008
  • 20:15: Vertrauter Feind (Kabel1)
  • 22:15: A Nightmare on Elm Street (TELE5, geschnitten)
  • 23:45: Dirty Harry (SAT.1)
  • 23:55: A Nightmare on Elm Street 2 (TELE5, geschnitten)
  • 02:25: Sherlock Holmes - Das Haus des Schreckens(ZDF)

Sonntag, der 11.05.2008
  • 20:15: I, Robot (RTL)
  • 20:15: Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes (PRO7)
  • 20:45: Der englische Patient (ARTE)
  • 22:15: Alarmstufe: Rot (SAT.1, geschnitten)
  • 22:45: True Lies (PRO7)
  • 00:55: Bonnie und Clyde (Kabel1)

Montag, der 12.05.2008
  • 20:15: Indiana Jones und der Tempel des Todes (PRO7
  • 22:00: Eyes Wide Shut (ZDF)
  • 22:25: Alarmstufe: Rot 2 (SAT.1, geschnitten)
  • 22:40: Saw 2 (PRO7, geschnitten)
  • 00:40: Wenn der Postmann zweimal klingelt (ZDF)
  • 01:00: 2046 (WDR)

Dienstag, der 13.05.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)

Donnerstag, der 15.05.2008
  • 22:35: The Cell (VOX, geschnitten)

Freitag, der 16.05.2008
  • 20:15: Im Auftrag des Teufels (PRO7, geschnitten)
  • 22:05: Total Recall (RTL2, geschnitten)
  • 23:20: Bubba Ho-tep (ARTE)
  • 01:15: Cocktail für eine Leiche (ARD)

Samstag, 3. Mai 2008

TV - Tipps (03.05. - 09.05.2008)

Samstag, der 03.05.2008
  • 20:15: James Bond 007 - Feuerball (Kabel1)
  • 22:45: Dark Blue (PRO7)
  • 23:00: Fight Club (Kabel1, geschnitten)
  • 00:00: Die glorreichen Sieben (ARD)
  • 00:00: Sadistico (WDR)

Sonntag, der 04.05.2008
  • 20:15: James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag (RTL)
  • 22:10: Hostage - Entführt (PRO7)
  • 00:10: A Nightmare on Elm Street 4 (Kabel1, geschnitten)

Montag, der 05.05.2008
  • 00:00: La mala educacion (HR)
  • 00:50: Thomas Crown ist nicht zu fassen (ARD)
  • 01:00: Ein charmanter Schwindler (MDR)

Dienstag, der 06.05.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)

Donnerstag, der 08.05.2008
  • 21:00: 21 Gramm (ARTE)

Mittwoch, 23. April 2008

Die Dame im See (1947)


… oder wie die Form dem Inhalt das Wasser abgräbt!

Die Filmgeschichte hat bewiesen, dass bei Adaptionen – seien die Vorlagen Bücher, Computerspiele o. ä. – oftmals besonders essentielle Aspekte nicht oder nur ungenügend übernommen werden können. Im Fall von Robert Montgomerys „Die Dame im See“ (1947), basierend auf Raymond Chandlers gleichnamigen Kriminalroman, ist man das Projekt hingegen besonders wohlwollend angegangen und hat die Ich – Perspektive der Vorlage in einem filmisch interessanten Experiment gleich mitadaptiert. Das Resultat: Ein Werk mit Seltenheitswert, das seine Geschichte zur Gänze aus der visuellen Ich – Perspektive des handelnden Akteurs erzählt.

Der Privatdetektiv Philip Marlowe erhält den Auftrag nach der leichtlebigen Gattin des Pulpmagazin-Herausgebers Derace Kingsby zu suchen. Diese soll sich nach Mexiko abgesetzt haben und scheint unauffindbar. Für Marlowe zunächst kein besonderer Fall, gäbe es nicht auffällige Querverbindungen zu zwei Morden, die aus der gesuchten Chrystal Kingsby eine potentielle Verdächtige machen.

Die Kinolandschaft hält einige technische Spielereien bereit, die sich über die Jahre – sei es aus ökonomischen oder narrativen Aspekten - nie wirklich durchsetzen konnten. Dazu zählt u. a. das 3D-Verfahren („Jaws 3-D“ (1983), „Und wieder ist Freitag, der 13.“ (1982)), aber auch das Erzählen einer Geschichte, welche man als Zuschauer komplett durch die Augen des Protagonisten miterlebt. „Die Dame im See“ wagt diesbezüglich einen interessanten Versuch, der innerhalb Hollywoods Schwarzer Serie zweifelsohne ein kleines Unikum ist. Der Zuschauer soll leichteren Zugang zur Geschichte erhalten, stärker vom Medium Film absorbiert werden. Derlei Effekt versucht man durch eine Annäherung an die menschlichen Sehgewohnheiten anzustreben, eine Zuspitzung des praktizierten „unsichtbaren Schnitts“, wenn man so will. Das Endergebnis darf jedoch ohne große Umschweife als klassisches Eigentor gewertet werden. Anstatt Nähe bildet sich kühle Distanz, die der technische Fremdkörper des durchgängigen POVs hervorruft. Er beansprucht die Aufmerksamkeit vom Publikum zur Gänze und führt dem Zuschauer, dessen filmische Sehgewohnheiten bis dato anderen Maximen unterlegen waren, in jedem Moment die Künstlichkeit der Inszenierung vor Augen. Die Technik steht hier ihrer Intention eindeutig selbst im Weg.

Ein Nebeneffekt der gewählten Erzählform ist die stärkere Fokussierung der Mise-en-scène. Bedingt durch die angestrebte Kontinuität der Erzählung funktioniert „Die Dame im See“ primär über die Kameraarbeit, nicht über den Schnitt. Strukturelle Auswirkungen sind vornehmlich lange Einstellungen, die dem Film durch die bedauerlicherweise oftmals statisch ausgefallene Mise-en-scène ein hohes Maß an Vitalität rauben. Mitschuld daran trägt die „Dialoglastigkeit“, welche leider kaum Spielraum für visuelle Ausschmückungen lässt. Oftmals steht die Kamera (respektive der Protagonist Marlowe) minutenlang vor einem Gesprächspartner, der wie ein Fisch in die Kamera glotzt, sich ab und zu ein bisschen nach links oder ein bisschen nach rechts bewegt. Mehr aber auch nicht. Konventionell erzählte Filme arbeiten in derlei Fällen beispielsweise mit Schuss/Gegenschuss-Aufnahmen, um potentiell starr wirkende Sequenzen bzw. Szenen aufzulockern. „Die Dame im See“ hingegen verzichtet auf solche Methoden mit beharrlicher Konsequenz.

Wo eine stärker elliptisch durchstrukturierte Narration, die nicht unwesentlich dazu beiträgt, das Interesse des Zuschauers aufrecht zu halten, dem Film sicherlich besser zu Gesicht gestanden hätte, begnügt sich Montgomery damit, seinem technischen Gimmick zu frönen. Doch vertrödelte Zeit muss natürlich an anderer Stelle wieder kompensiert werden. So gibt sich „Die Dame im See“ im Gegensatz zu anderen, wesentlich gekonnter ausbalancierten Chandler-Verfilmungen (Howard Hawks „The Big Sleep“ (1946) oder Edward Dmytryks „Murder, My Sweet“ (1944)) an vielen Stellen nicht so werksgetreu, wie man es sich als Liebhaber von Chandlers Romanen gewünscht hätte. Bestes Beispiel ist die Titel gebende tote Dame im See, deren Funktion innerhalb des Romans essentiell ist. Die Verfilmung hingegen spart die Ereignisse am Little Fawn Lake, Chrystal Kingsbys letzter Aufenthaltsort und kurz darauf Fundort von Mildred Havelands Wasserleiche, bis auf eine Erwähnung während eines Dialogs aus. Des Weiteren macht die Verfilmung Marlowe zu einem Hobbyautoren für Krimigeschichten, der durch „Zufall“ bei einem Verlag (wir erinnern uns Chrystal Kingsbys Mann ist ein Herausgeber für Pulp-Romane) an seine künftigen Auftraggeber gerät. Warum man nicht die klassische Einleitung des Romans beibehalten hat, in der Kingsby keine Schundheftchen verkauft und Marlowe nicht seine Profession gewechselt hat, bleibt rätselhaft. Sicher hingegen ist nur eins: die Verschiebung des Fokus’ schlägt sich schwer auf die Dramaturgie nieder.

Es gibt nachvollziehbare Gründe, warum Filme dieser Gattung solch eine Rarität geblieben sind. Neben obigen Aspekten ist es sicherlich vor allem die fehlende Identifikationsfigur, die in einem POV-Film weitestgehend unter den Tisch fällt. Abgesehen von den drei eher störenden Zwischensequenzen, in denen sich Marlowe als Erzähler direkt ans Publikum wendet, sieht man ihn nur ein paar Mal durch Spiegelreflexionen und dem Zuschauer wird schmerzlich klar: das ist nicht Bogie, das ist nicht einmal Dick Powell. Spätestens dann ziehen irre weltverschwörerische Gedanken auf, die den gesamten POV-Zirkus einzig und allein der Tatsache zuschreiben, dass man Bogart nicht mit an Bord hat. Aber egal, ob nun Bogart, Powell oder Montgomery: dem Film würde nichtsdestotrotz die physische Präsenz seines Protagonisten fehlen. Drei oder vier kurze Blicke reichen nicht aus, um eine Verbindung zur Hauptfigur zu etablieren.

Der ebenfalls im Jahr 1947 produzierte „Die Schwarze Natter“, bei weitem keine Perle des Genres, nutzt dieselbe Technik wie „Die Dame im See“. Bezeichnenderweise ist es dort Humphrey Bogart, durch dessen Augen wir – zumindest eine Zeit lang – schauen. Dieser Film stellt sich wenigstens im Umgang mit der Technik raffinierter an. Es ist weniger reiner, ermüdender Schauwille, sondern vielmehr ein geschickter Kniff, um die Handlung zu akzentuieren. Wenn sich Ähnliches über „Die Dame im See“ sagen lassen würde, hätte sein besonderer Status sicherlich nicht diesen äußerst faden Nachgeschmack. So ist Montgomerys Film allenfalls aus filmhistorischer Sicht interessant. Für alle anderen bleibt nur der Verweis auf die weitaus gelungeneren Werke wie „The Big Sleep“ und „Murder, My Sweet“. (5/10 Punkten)

Samstag, 19. April 2008

TV - Tipps (19.04. - 25.04.2008)

Samstag, der 19.04.2008
  • 20:15: Der Untergang (ARD)
  • 23:55: Full Metal Jacket (RTL2)

Sonntag, der 20.04.2008
  • 00:00: Misfits - Nicht gesellschaftsfähig (SWR)
  • 00:25: Die Rache des Toten (3SAT)

Montag, der 21.04.2008
  • 22:15: L.A. Confidential (ZDF)

Dienstag, der 22.04.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:00: The Straight Story (SWR)
  • 00:20: Der Stachel des Bösen (ARD)

Donnerstag, der 24.04.2008
  • 22:55: Fahr zur Hölle, Liebling (3SAT)
  • 00:00: Der vierte Mann (HR)

Freitag, der 25.04.2008
  • 22:55: Mad Max 2 - Der Vollstrecker (RTL2, geschnitten)
  • 23:30: El Topo (ARTE, geschnitten)
  • 03:00: Der Heilige Berg (ARTE)

Sonntag, 13. April 2008

TV - Tipps (12.04. - 18.04.2008)

Nachdem letzte Woche durch Klausuren bedingt ausfallen musste, geht es natürlich wieder weiter...

Samstag, der 12.04.2008
  • 20:15: Ghostbusters 2 (Kabel1)
  • 23:15: Viva Maria! (RBB)
  • 00:10: The Fog - Nebel des Grauens (SAT.1)
  • 04:10: Nebel über Frisco (ARD)
  • 23:40: From Dusk Till Dawn (Das 4., geschnitten)

Sonntag, der 13.04.2008
  • 23:20: Die Teufelsinsel (3SAT)
  • 00:00: Der Pianist (ARD)
  • 00:00: Arsen und Spitzenhäubchen (SWR)
  • 00:15: Heat (NDR)

Montag, der 14.04.2008
  • 23:15: Ladykillers (SWR)

Dienstag, der 15.04.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:00: Frenzy (NDR)
  • 00:50: Immer Ärger mit Harry (NDR)

Mittwoch, der 16.04.2008
  • 23:00: Der große Diktator (SWR)
  • 00:25: Im Vorhof der Hölle (HR)

Freitag, der 18.04.2008
  • 20:15: Apollo 13 (RTL2)
  • 22:15: 12 Monkeys (TELE5)
  • 22:55: Swimming Pool (3SAT)

Montag, 31. März 2008

Danny Trejos "Machete": Update


"We ran into Danny Trejo at this past weekend's HorrorHound Weekend in Indiana where the popular genre actor told Bloody-Disgusting that Robert Rodriguez is still working on getting "Machete" off the ground and that he hopes the director will be ready when he finishes another project he is currently working on. He also confirms that Rodriguez will in fact direct the film, and not just produce it. In addition, Trejo breaks the news that Dimension Films is looking to turn MACHETE into a trilogy! Watch for more on this as it develops. After being betrayed by the organization who hired him, an ex-Federale (Trejo) launches a brutal rampage of revenge against his former boss."

Quelle: Bloody-Disgusting
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Die Gerüchteküche brodelt ja schon lange rund um die Faketrailer-Verfilmung von "Machete". Die große Neuigkeit ist dann auch wohl eher die Verkündung einer geplanten Trilogie seitens Dimension Films. Ob Potential dafür besteht, wird wahrscheinlich frühestens der erste Film zeigen. Man darf auf das Projekt gespannt sein...

Samstag, 29. März 2008

TV- Tipps (29.03. - 04.04.2008)

Samstag, der 29.03.2008
  • 23:15: James Bond 007 - In tödlicher Mission (NDR)
  • 23:35: Fitzcarraldo (RBB)
  • 01:10: Die glorreichen Sieben (ARD)
  • 01:20: Conan - Der Barbar (ZDF)

Sonntag, der 30.03.2008
  • 23:00: Zwei Sekunden (3SAT)
  • 00:10: Themroc (ARTE)

Dienstag, der 01.04.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:20: Getaway (ARD)
  • 00:45: La mala educacion (NDR)

Mittwoch, der 02.04.2008
  • 22:15: Der dritte Mann (HR)
  • 00:25: Hotel Ruanda (HR)

Freitag, der 04.04.2008
  • 20:15: 3 Engel für Charlie - Volle Power (PRO7)
  • 23:00: Dawn of the Dead (RTL2, geschnitten)

Freitag, 28. März 2008

Koch Media Film Noir Collection

Die Neuigkeiten sind zwar mittlerweile sicherlich nicht mehr so neu, aber ich möchte für alle Anhänger der "Schwarzen Serie" an dieser Stelle auf die kommende "Film Noir Collection" des Labels Koch Media hinweisen. Den Anfang machen George Marshalls "Die blaue Dahlie" (1946), John Farrows "Spiel mit dem Tode" (1948) und Roy William Neills "Schwarzer Engel" (1946). Veröffentlichungstermin ist der 09. Mai 2008. Ein Blick lohnt sicherlich, obwohl ich mit der optischen Präsentation noch ein wenig hadere.