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Folge 18 (Hoch gepokert): Nach seinem durch die Einzelhaft bedingten Kollaps findet sich Michael nun in der psychiatrischen Abteilung des Gefängnisses wieder. Dort trifft er auf seinen ehemaligen Zellengenossen Haywire, mit dessen Hilfe er das fehlende Stück seines Plans zu komplettieren versucht. Unterdessen droht in Michaels leerstehender Zelle die Entdeckung des Ausbruchslochs, will doch der Wärter Geary den ungenutzten Raum meistbietend an andere Insassen versteigern.
Bevor sich das Ende der ersten Staffel zu nähern beginnt, schaltet „Prison Break“ mit der Episode „Hoch gepoke
rt“ verhältnismäßig noch mal einen Gang zurück- scheint Kräfte zu sammeln, um den finalen Episoden die Bühne vorzubereiten. Im Wesentlichen durchziehen zwei Handlungsstränge die aktuelle Folge. Da hätten wir zum einen Michael, welcher durch einen genialen Einfall in der Psychiatrie auf seinen ehemaligen Zellengenossen Haywire gestoßen ist. Zum anderen dreht sich „Hoch gepokert“ um „T-Bags“ und „C-Notes“ verzweifelten Versuch, Geld für die anstehende Ersteigerung von Scofields Zelle (Sucre befindet sich in Einzelhaft, Michael in der Psychiatrie) zu organisieren. Hier verschenkt die Episode leider einiges von ihrem Spannungspotential, scheint doch von der ausstehenden Entdeckung des Fluchtlochs nicht die erwartete Gefahr auszugehen. Einiges wieder wett machen dahingegen Michaels genial eingefädelte Rückkehr in den normalen Zellenblock und ein überraschendes Ende, das Burrows unerwartet auf freien Fuß setzt. Man darf gespannt sein, wie’s weiter geht… (7/10 Punkten)
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Kurz in eigener Sache: Nachdem zuletzt die Zeit etwas gefehlt hatte und somit auch die Updates ausgeblieben sind, wird sich das künftig wieder ändern. Es stehen jeweils eine aktuelle Besprechung zum "Bourne Ultimatum" und

Folge 17 (Puzzleteile): Dass Michaels Begegnung mit dem glühenden Heizungsrohr noch Konsequenzen nach sich ziehen würde, schien keine Frage zu sein. Zum einen bringt ihn jetzt Gefäng
nisleiter Pope in arge Bedrängnis, weil jener von einer Misshandlung seitens der Wärter ausgeht und von Michael nun den Namen des Verantwortlichen wissen will. Zum anderen fehlt durch die verbrannte Hautstelle genau der Teil des Fluchtwegs, der sich als essentiell herausstellt. Zu allem Überfluss wird Michael wegen mangelnder Kooperationsbereitschaft von Pope in Einzelhaft gesteckt, was die ohnehin schon komplizierte Lage noch weiter verschärft.
Nach der Flashback- Folge „Lebenswege“ geht es von nun an mit „Puzzleteile“ wieder konventioneller zu. Das Gefängnisgeschehen hat den Zuschauer wieder und auch neue Probleme lassen natürlich nicht lange auf sich warten. Der –zugegebenermaßen ungewollte- Auslöser hierbei ist Dr. Tancredi, welche in Michaels verbrannter Wunde Überreste von einer Wärteruniform vorgefunden hat. Mit dieser Entdeckung bringt sie Michael in sichtliche Bedrängnis, will doch nun auch Pope wissen, woher die Brandwunde stammt. Michael, welcher natürlich nicht zugeben kann, dass er des Nächtens durch das Gefängnis geschlichen ist, weiß zunächst keinen Rat und landet in Einzelha
ft. Doch jeder der „Prison Break“ bisher verfolgt hat, dürfte wissen, dass Scofield stets ein Ass im Ärmel hat. Und so kann auch „Puzzleteile“ mit einem gelungenen Twist aufwarten, welcher überraschend einen alten Bekannten wieder zu Tage fördert.
Neben der Gefängnis- Storyline kann auch die Verschwörungsgeschichte mit weiteren netten Einblicken aufwarten. „Die Company“, welche bereits durch den geheimnisvollen Quinn in Folge 10 ins Spiel gebracht wurde und zudem maßgeblich an dem Burrows- Komplott beteiligt ist, bekommt weitere Konturen verliehen. So stellt sich heraus, dass Lincolns Vater Mitarbeiter dieser mysteriösen Organisation, welche die politischen Fäden in den USA zu ziehen scheint, war und die dortigen Verantwortlichen in vollem Bewusstsein dessen Sohn Lincoln als Opfer auserwählt haben. (8/10 Punkten)



Folge 16 (Lebenswege): Es wurde höchste Zeit, dass „Prison Break“ seinen Charakteren mehr Hintergrund verleiht. Nun haben wir das Leben der Inhaftierten um Michael, Lincoln und Co. bereits
über 15 Episoden verfolgt und doch wissen wir kaum etwas über sie, was nicht unmittelbar mit ihrem Gefängnisleben in Verbindung steht. Da kommt die Folge „Lebenswege“ gerade recht- für meinen Geschmack sogar vielleicht ein bisschen zu spät-,denn diese gibt höchst interessanten Aufschluss über die direkten Vorgeschichten der Akteure und verleiht den Personen, die wir als Zuschauer lieben und verachten gelernt haben, schärfere Konturen als durch die reine Gefängnisgeschichte je möglich gewesen wäre. Deshalb ist „Lebenswege“ gegenüber allen vorherigen Folgen ein willkommener Stilbruch, der frischen Wind in die Serie zu bringen vermag. Denn wer hätte gedacht, dass Sara Tancredi eine Junkie- Vergangenheit hinter sich hat, dass „C- Note“ ein zu unrecht entlassener Soldat ist oder dass „T- Bag“ im Begriff war, seine bösen Dämonen zu besiegen? Sicher, dass ein oder andere- hauptsächlich bezü
glich Michael- wurde in früheren Folgen schon angedeutet, ohne jedoch jemals so detailliert und intensiv zu Werke zu gehen wie hier. In diesem Zusammenhang hätte ich mir ein Vorgehen wie bei „Lebensgefahr Part 1+2“ gewünscht, denn genug Stoff für eine Doppelepisode wäre bestimmt drin gewesen! Man kann vielleicht monieren, dass „Lebenswege“ nicht das hohe Spannungspotential wie viele der anderen Episoden besitzt, aber bei genauerem Hinsehen wird man diese Fehleinschätzung schnell revidieren. Sicher, es handelt sich um eine Art von Spannung, die aus einer völlig anderen Quelle resultiert, aber im Endeffekt nichtsdestotrotz dieselbe Suchtgefahr für den potentiellen Zuschauer liefert. So greifen geschickt konstruierte Verwebungen von Absicht und Zufall ineinander und paaren sich mit einer hohen Dosis Dramatik, die hier für die richtige Würze sorgt. In meinen Augen zweifelsohne eine erstklassige Episode, die zum einen das Prädikat „Highlight“ und zum anderen eine glatte 10er- Wertung verdient!
Um Remakes von Filmen älteren oder teilweise auch neueren Datums kommt man als heutiger Kinogänger kaum noch drum herum. So werden die verschiedensten Genres (vorzugsweise jedoch der Horrorfilm) nach Bewährtem abgegrast, um es dann in einer Neuauflage auf das zahlende
Publikum loszulassen. Gar unterschiedlich ist dabei die Qualität des finalen Produkts. Ein Name, den man aktuell als Produzent diverser Neuauflagen immer wieder vernimmt, ist Bay, Michael Bay. Auf sein Konto gehen bisher Remakes von „Texas Chainsaw Massacre“, „Amityville Horror“ und „The Hitcher“, in welchem anno 1986 Rutger Hauer als mörderischer Anhalter glänzen durfte. Diesen Part übernimmt im aktuellen Remake Sean Bean, welcher das Pärchen Grace und Jim auf eine Tour de Force durch New Mexiko entführt.
So weit, so gut! Was den Zuschauer im Detail erwartet, ist ein typisches Horror- Happening unserer Zeit. Wo das Original seine dünne Geschichte noch mit einer geschickten Inszenierungsweise kaschieren konnte (und das Resultat ein wirklich überzeugender Highway-Thriller war), tut sich das Remake deutlich schwerer mehr als nur Massen- bzw. Durchschnittsware im großen Horrorfilmschwimmbecken zu sein. Zu ausgelutscht und unpointiert gestaltet sich das Geschehen, als dass man damit noch jemanden großartig hinter dem Ofen hervorlocken könn
te. Stattdessen gibt es über den gesamten Film zwei oder drei kleinere Spannungsmomente verteilt, die von einem guten Sean Bean evoziert werden. Das war es im Grunde auch schon. Der Rest des Streifens plätschert mal mehr mal weniger belanglos vor sich hin. Als Zuschauer wünscht man sich spätestens dann, dass das Drehbuch stärkeren Fokus auf die Figur des Killers gelegt hätte, denn Bean ist einer der positiveren Aspekte des Streifens. Optisch beweist „The Hitcher“ nur allzu deutlich unter welchem Produzenten er entstanden ist. Michael Bays Handschrift lässt sich, wie schon in seinen anderen Remake- Produktionen, deutlich herausschmecken. Wie man diese Tatsache für sich auslegt- ob positiv oder negativ- sei hier an der Stelle jedem Leser selbst überlassen. Wobei ich zweifelsohne zur Fraktion gehöre, die sich gern einmal von der Bay’schen Visualisierung verzaubern lässt. (5,5/ 10 Punkten)
Folge 15 (Totgeglaubte): Rettung in letzter Sekunde. Schon auf dem elektrischen Stuhl sitzend und somit dem Tod nah wie nie unterbricht ein richterlicher Anruf Lincolns Hinrichtung. Es sind neue, anonym eingereichte Beweise aufgetaucht, die vielleicht Burrows Unschuld bestätigen könnten. Deshalb wird seiner Hinrichtung zwei Wochen Aufschub gewährt, um die Hinweise hinlänglich zu prüfen. Genug Zeit für Michael einen Plan- B auszuarbeiten, der in die rettende Freiheit
führen soll! Derweil scheint Lincoln stärker mitgenommen als allgemein angenommen. Er phantasiert, seinen lang verschollenen Vater während der Hinrichtungsvorbereitungen im Zuschauersaal hinter Michael und Veronica gesehen zu haben.
Mir ist es ein Rätsel, wie es der aktuellen Episode gelingt, während der ersten 10 Minuten dermaßen viel Nervenkitzel zu erzeugen, denn es müsste eigentlich jedem klar sein, dass bei 7 noch ausstehenden Episoden, Linc nicht mittendrin einfach hingerichtet wird. Aber nichtsdestotrotz schafft es „Totgeglaubte“ die Nerven der Zuschauer einer harten Zerreisprobe zu unterziehen, so als wäre das Ende nun wirklich nahe.
Hauptaugenmerk liegt im weiteren Verlauf- neben Michaels üblichen Fluchtvorbereitungen- auf Lincolns Behauptung, er habe seinen Vater bei der Hinrichtung entdeckt. Was von Dr. Sarah Tancredi als Stresssymptom abgetan wird, bekommt für Lincoln aber alsbald gänzlich andere Dimensionen. Kleinere Hinweise und Erinnerungen bekräftigen ihn in seinem Verdacht und schließlich wird sogar noch eine Querverbindung zwischen den Verschwörern und Lincolns Vater aufgebaut. Man darf gespannt sein, wie sich die Hintergrundgeschichte weiter entwickeln wird… (8,5/ 10 Punkten)
Ein Klassiker des Gruselfilms: Roger Cormans "The Pit and the Pendulum" aka "Das Pendel des Todes"! Zur ausführlichen Rezension bitte hier entlang!

Das Leben ist nicht einfach. Das denkt sich bestimmt auch Larry Daley, welcher von seiner Frau getrennt
und die meiste Zeit ohne Job durchs Leben zieht. Hinzu kommt, dass ihm seine Ex aufgrund eines unsteten Lebenswandels den Umgang mit dem Sohnemann verbieten will. Ein Jobangebot als Nachtwächter im Naturkundemuseum scheint der rettende Strohhalm. Doch hat Larry nicht damit gerechnet, dass in einem so angestaubten Museum weit mehr Leben herrscht, als man allgemein annimmt. Denn nachts werden die Exponate quicklebendig.
Es ist schon erstaunlich, wie niedrige Erwartungen an einen Film stets noch weiter unterwandert werden können. Hatte ich wenigstens eine handzahme Familienkomödie für seichte abendliche Unterhaltung erhofft, erwies sich der Streifen schlussendlich selbst in seinen eigens gesteckten Mauern als äußerst unzulänglich. Verquastet mit einer kitschig- kli
scheebeladenen Familiengeschichte und selten ins Ziel treffenden Gags tritt der Film leider krampfhaft auf der Stelle und lässt jegliches Vergnügen seitens der Zuschauer auf der Strecke. Ich glaube, ich habe nicht einmal wirklich gelacht. Daran konnte auch der mit interessanten Nebendarstellern ausgestatte Cast nicht mehr viel ändern. So machen Dick Van Dyke, Mickey Rooney und Robin Williams zwar einen ordentlichen Job, kämpfen im Gesamtbild aber auch gegen Windmühlen. Selbst Ben Stiller, den ich sonst sehr mag, wirkt auffallend lustlos und vermag nicht so recht in seiner Rolle als Looser- Daddy und Museums- Sitter zu glänzen.
P.S.: Ich kann Owen Wilson nicht leiden! (4/ 10 Punkten)

was vor allem „T-Bag“ und „C-Note“ zur Erkenntnis bringt, dass die Flucht auch ohne Burrows eine Alternative wäre. Hoffnung hingegen kommt aus ganz anderer Richtung: Veronica und Nick scheinen einen Zeugen- Agent Daniel Hale- aufgetan zu haben, der die Unschuld von Burrows zu beweisen im Stande wäre.
hicksal. Spannung ist somit vorprogrammiert, denn Michael kann und wird seinen Bruder nicht aufgeben. Er improvisiert einen neuen Plan, nur um dann erschreckt feststellen zu müssen, dass ein ausgetauschtes Rohr der Flucht ein jähes Ende bereiten soll.
deshalb ein letztes Mal, die Initiative zu ergreifen. Er bittet Sara Tancredi, deren Vater schließlich der Gouverneur des Bundesstaates ist, um Hilfe.
Da kommt sicherlich kein Zuschauer dran vorbei, ohne nicht mindestens ein Mal stark zu schlucken. Zum Ende der Episode setzt „Im Schatten die Ratten“ schließlich doch noch auf Bewährtes: Spannung pur. Kann Lincolns Gang zum Henker noch in letzter Minute gestoppt werden? Wird der Gouverneur auf die Durchführung der Todesstrafe verzichten? Im Dickicht dieser Fragen bekommt der Zuschauer zusätzlich einen kurzen Blick darauf, wie weit die Verschwörung bereits ihre Kreise gezogen hat! Äußerst delikat… (9/ 10 Punkten)
okussieren. Außerhalb der Knastmauern ist es dem Killer Quinn gelungen, Veronica, Nick und L.J. in ihrem Versteck aufzuspüren.
iten, die vom Drehbuch weniger erfolgreich kaschiert wurden. Hinzu kommt, dass Charles Westmoreland, welcher ursprünglich überhaupt nichts mit Michaels Fluchtplan zu schaffen haben wollte, durch einen relativ einfallslosen Kniff (weil in Variation so bereits bei Sucre verwendet) zum Team dazu stößt.
lied des Teams muss zurückbleiben. Schnell macht sich unter den Mitgliedern Anspannung und Misstrauen breit, denn jeder könnte der unerwünschte Auserwählte sein. Währenddessen versucht sich zumindest „T-Bag“ gegen alle Eventualitäten abzusichern und weiht aus diesem Grund einen Verwandten als Rückversicherung ein. Abruzzi nimmt sich des Problems an und verursacht so ungewollt eine Katastrophe.
mer wieder von neuem zu entfachen. Doch obwohl in ebendiesem Konflikt sicherlich das größte Spannungspotential liegen sollte, bezieht für mich „Einer muss gehen“ seine Anziehungskraft aus einer anderen Quelle. Sinneswandel und Reue sind die Stichworte, welche hier gleich bei zwei Charakteren durchbrechen und den wahren Reiz der Episode ausmachen. Sowohl Mafioso John Abruzzi als auch Agent Daniel Hale vollziehen eine spannende Wandlung, die zwar von Charakter zeugt, aber nichtsdestotrotz fatale Folgen für sie haben wird. Final gibt es dann noch zwei überraschende (bzw. erschreckende) Wendungen, die für den weiteren Verlauf der Serie sicherlich nicht ohne Bedeutung bleiben. (8/10 Punkten) 
Folge 9 (Plan in Gefahr): Aufgrund von Abruzzis Unfähigkeit, für seinen Chef die gewünschten Informationen aus Michael herauszukitzeln, wird ihm der Geldhahn zugedreht, was ungeahnte Konsequenzen für die Fluchtvorbereitungen mit sich zieht. Denn ohne Abruzzis finanzielle Stütze fallen das Schmiergeld für Bellick und somit auch der Sonderstatus des (nun entthronten) Mafioso weg. Folglich: kein Sonderstatus, kein Zugang zu dem benötigten Gebäude und auch keine Flucht, wobei der Gedanke an letzteres besonders an Burrows, welcher um
das Leben seines Sohns fürchten muss, nagt.
Episode 9 ist weitestgehend so angelegt, dass der Zuschauer (endlich) ein paar zusätzliche Informationsbrocken über den sympathischen Helden Michael zur Seite gestellt bekommt. Denn seit seiner Rettungsaktion hat ihn Dr. Tancredi besonders ins Auge gefasst und stellt nun durch ärztliche Kontakte Nachforschungen über dessen Vergangenheit an. Dabei offenbart sich, dass Michael einen ausgeprägten, ja beinahe zwanghaften Helferinstinkt besitzt und zudem über eine extrem hohe Intelligenz verfügt, die oftmals mit Erstgenanntem in Zusammenhang auftritt. Dass ihm diese- prinzipiell- positiven Eigenschaften leicht zum Verhängnis bzw. zur Selbstmarter werden können, zeigt „Plan in Gefahr“ nur allzu deutlich. Wurde Michael in einer vorherigen Episode bereits zum hilflosen Zuschauer degradiert, (als „T-Bag“ einen Wärter kalt gemacht hat), muss er sich nun für den Selbstmord von Cherry- („T-Bags“ Schoßhündchen) verantwortlich fühlen. Dieser hatte Michael um Hilfe gebeten, doch jener wollte keine großen Wellen schlagen und sich von weiteren Konfrontationen vorerst fern halten. Sehr vorsichtig und einfühlsam beleuchtet die Episode in ihrem Verlauf Michaels Charakter bzw. seine treibende Motivation und lenkt- wahrscheinlich eher unbeabsichtigt- von der grundsätzlichen Ausbruchsproblematik etwas ab. (8,5/10 Punkten)
Folge 10 (Zuwachs): Um seinen Chef wieder gnädig zu stimmen, sieht Abruzzi nur eine Chance: er muss Michael dazu bewegen, den Aufenthaltsort des Kronzeugen Fibonacci zu verraten. Nur so wäre es ihnen möglich, weiter an ihrem Fluchtplan festzuhalten, würde die wieder einsetzende finanzielle Unterstützung schließlich den Weg zurück in den benötigten Aufenthaltsraum der Wärter ebnen. Unterdessen hat Burrows Sohn seine Schwierigkeiten die hartnäckigen Verfolger Hale und Kellerman abzuschütteln, was ihm schließlich nur durch Veronicas Unterstützung gelingt.
In „Zuwachs“ gerät Michael in seinen bisher größten Gewissenskonflikt. Wie weit würde er gehen, um seinen Plan in die Tat umzusetzen? Würde er das Leben Unschuldiger opfern, um seinem Ziel ein Stückchen näher zu kommen? Würde er den unschuldigen Familienvater Fibo
nacci ans Messer liefern, der eigentlich nur zur falschen Zeit am falschen Ort war? Über diese Fragen liefert die Episode „Zuwachs“ Antwort und wartet zudem mit einem interessanten Twist auf, den man vielleicht hätte erahnen können, der aber nichtsdestotrotz seine Wirkung kaum verfehlen dürfte. Zu allem Überfluss gibt es dem Titel getreu noch eine unerwartete Überraschung. Benjamin Miles „C-Note“ Franklin, welcher Lunte gerochen hat, kommt dem Ausbrecherteam auf die Spur und erpresst sie, wie einst „T-Bag“, um mit von der Partie zu sein; sprich: das Team bekommt erneut Zuwachs.
Währenddessen gelingt es der Episode, auch die Nebenhandlung um den fliehenden L.J. nicht schleifen zu lassen. Allein, auf der Flucht und ohne Freunde wendet er sich an Veronica, die nach dem Anschlag mit Nick irgendwo in der Einöde abgetaucht ist. Gemeinsam können sie Nicks Verfolger abschütteln. „Zuwachs“ lässt sich zudem im doppelten Sinn verstehen, denn neben Michaels Neuzugang „C-Note“ bekommen auch die Agenten Hale und Kellerman Zuwachs. Ihnen wird der geheimnisvolle Quinn, welcher in den kommenden Episoden noch für ordentlich Spannung sorgen könnte, zur Seite gestellt, um die Fehler der Beiden auszubügeln. Konkurrenzdruck und Feindseligkeiten sind an dieser Stelle unvermeidbar. (8/10 Punkten)
Folge 7 (Lebensgefahr Teil 2): Die Revolte ist im vollen Gange und droht immer weiter zu eskalieren. Was im Gefängnis noch keiner weiß: draußen bereitet man sich unter der Leitung des Gouverneurs (Tancredis Vater) auf eine blutige Erstürmung des Gebäudes vor. Währenddessen schwebt Sara- bedroht von einer Horde Gefangener- weiterhin in Lebensgefahr, bis es Michael schließlich gelingt, sie durch die verwobenen Gang- und Tunnelsysteme in die sichere Freiheit zu manövrieren. Doch ist das eine Hindernis überwunden, erscheint das nächste am Horizont: „T- Bag“ und ein Wärter haben Wind von Scofields Fluchtweg bekommen. „T-Bags“ Bedingung im Gegenzug für absolute Verschwieg
enheit: Er will beim Ausbruch mit von der Partie sein.
„Lebensgefahr: Teil 2“ hält ohne Probleme das Niveau der Vorgängerepisode. Die Spannung wird mühelos aufrechterhalten, die Dramatikschraube zudem noch weiter angezogen. Einen Hauptanteil daran bestreitet sicherlich „T-Bag“, dessen Dialoge mit dem gefangenen Aufseher direkt unter die Haut gehen. Er (Robert Knepper) beweist erneut durch Mimik und Gestik, dass in ihm ein geradezu perverses Talent für psychopathisch und sexuell gestörte Charaktere schlummert, das nur darauf wartet, in Situationen wie dieser ans Tageslicht zu treten. Des Weiteren weiß Michaels Charakterentwicklung (auf die in einer späteren Folge noch genauer eingegangen wird) zu gefallen. Die selbstlosen Züge, auf welchen im Grunde die komplette Serie basiert, werden durch die Hilfe für Dr. Sara Tancredi noch weiter untermauert- schließlich dürfte seine Rettungsaktion quer durch die Gangsysteme bei zufälliger Entdeckung (und bei Tancredi so oder so) die ein oder andere Frage aufwerfen.
Gleichzeitig wird auch die Handlung rund um Veronicas Ermittlungen spannend vorangetrieben, sodass sich schlussendlich neue Puzzleteile zur Verschwörungstheorie hinzufügen. Die Spur, die Nick und Veronica verfolgen, führt die Beiden nach Washington, D.C.- Regierungssitz! der USA (na wer ahnt etwas?). Und dass es nicht im Trüben fischt, wird dem Duo auch auf unangenehmste Art und Weise bestätigt: durch eine Morddrohung! (10/10 Punkten)
Folge 8 (Nur noch 17 Tage): Der Erfolg von Michaels Plan hängt davon ab, in ein spezielles Gebäude zu gelangen. Für John Abruzzi als Chef der P.I.’s eigentlich kein Problem, der Ausbrecherbande dort Zutritt zu verschaffen, zumal es sich bei dem Gebäude nur um einen Lagerraum handeln soll. Doch weit gefehlt: Die Räumlichkeit wurde mittlerweile als Aufenthaltsraum für die Wärter umgebaut, was die Möglichkeit, dort ein Fluchtloch in die Erde zu graben, natürlich drastisch begrenzt. Deshalb gilt es, sich Hilfe bei dem Gefangenen zu verschaffen, der durch jahrelange gute Führung als einziger Zutritt zu dem Areal hat: Charles Westmoreland.
Nachdem die Doppelepisode „Lebensgefahr“ gezeigt hat, wo der Hammer hängt
, geht es nun wieder ein bisschen ruhiger, aber nichtsdestotrotz genauso fesselnd zur Sache. „T- Bag“, welcher in der letzten Episode einen Wärter ermordet hat, sieht seine große Chance und ergaunert sich seinen Weg in die Ausbrechergemeinschaft, was zu heftigen Anfeindungen innerhalb der Gruppe führt. Für zusätzliche Anspannung sorgt zudem Captain Bellicks Suche nach dem Mörder, denn wenn „T-Bag“ auffliegt, droht dieser Michaels Fluchtplan an die große Glocke zu hängen. Also ist Vorsicht im Umgang mit dem Störenfried geboten!
Die weitaus interessanteren Aspekte vermag diesmal jedoch die Handlung außerhalb des Gefängnisses zu bieten, denn es werden schwere Geschütze auf Seiten der Verschwörer aufgefahren. Zum einen überleben Veronica und ihr Helfer Nick nur knapp einen Sprengstoffanschlag, zum anderen bekommt Burrows Sohn L.J. von den Agenten Hale und Kellerman tödlichen Besuch. Diese ermorden Mutter und Stiefvater und schieben es ihm in die Schuhe, was Lincoln Junior nun zum gesuchten Verbrecher auf der Flucht macht. Zu allem Überfluss- der Folge zusätzlich äußerste Brisanz verleihend- bekommt Burrows die Informationen über seinen Sohn zugespielt, was ihn- wahrscheinlich für jeden nachvollziehbar und deswegen so mitreißend- an den Rand des Wahnsinns treibt. Des Weiteren wartet die Episode noch mit einem genialen finalen Paukenschlag auf: Es wird enthüllt, wer den Agenten Kellerman und Hale die Instruktionen für ihr Handeln gibt. Nicht ganz überraschend, aber dennoch zweifelsohne prekär. (9/10 Punkten)

