Samstag, 28. Juni 2008

TV - Tipps (28.06. - 04.07.2008)

Samstag, der 28.06.2008
  • 22:55: Die Klapperschlange (Kabel1)
  • 23:45: Der Mann, der niemals aufgibt (ZDF)

Sonntag, der 29.06.2008
  • 23:30: Verdammt in alle Ewigkeit (BR)

Dienstag, der 01.07.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:00: J.S.A. - Joint Security Area (3SAT)
  • 23:25: 2046 (BR)
  • 00:20: Stadt in Angst (ARD)
  • 01:45: Der Mordprozess O'Hara (ARD)

Donnerstag, der 03.07.2008
  • 22:45: Der Clou (HR)

Freitag, der 04.07.2008
  • 00:15: Arzt und Dämon (WDR)

Samstag, 14. Juni 2008

TV - Tipps (14.06. - 20.06.2008)

Samstag, der 14.06.2008
  • 20:15: Der grüne Bogenschütze (Kabel1)
  • 22:10: Der unheimliche Mönch (Kabel1)
  • 22:30: Hängt ihn höher (ARD)
  • 23:00: Final Destination (PRO7)
  • 23:55: Der große Leichtsinn (RTL2)
  • 00:30: Sabata (ARD)
  • 01:45: Sherlock Holmes und das Halsband des Todes (3SAT)

Sonntag, der 15.06.2008
  • 20:40: African Queen (ARTE)
  • 22:15: Final Destination 2 (PRO7)

Montag, der 16.06.2008
  • 22:00: Predator (PRO7, geschnitten)
  • 01:10: Wie ich den Krieg gewann (ARD)

Dienstag, 17.06.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: Nacht über Manhattan
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:15: Im Zeichen des Bösen (NDR)
  • 23:25: Sprich mit ihr (BR)
  • 01:00: Jagd im Nebel (NDR)

Mittwoch, der 18.06.2008
  • 23:00: Die glorreichen Sieben (SWR)
  • 02:05: Chasing Amy (ARD)

Donnerstag, der 19.06.2008
  • 20:15: Flucht in Ketten (Das 4.)
  • 00:15: Ein Köder für die Bestie (HR)

Freitag, der 20.06.2008
  • 00:20: Rache aus dem Reich der Toten (ARD)

Donnerstag, 12. Juni 2008

The Mother of Tears


Ich glaube nicht an Reinkarnation, jedoch hätte mich Dario Argentos „Mother of Tears“ beinahe eines besseren belehrt. Lässt sich da nicht – besonders deutlich im Kontext der ausschweifenden und zuweilen unmotivierten Gewaltexzesse – deutlich die Handschrift des ’96 verstorbenen Genrefilmers Lucio Fulci erkennen, der geradezu unverschämt oft nach dem Credo „Tut’s nicht die Handlung, tut’s der Gorefaktor“ verfahren ist? Einstmals ein Sakrileg beide Namen in einem Atemzug dem Mund entweichen zu lassen, nach den filmischen Gurken der letzten Jahre vielleicht durchaus eine abzuwägende Überlegung? Wer weiß, doch zunächst einmal halblang, denn trotz der Kritikpunkte, die sich „Mother of Tears“ vorwerfen lassen muss, kann man Argento durchaus auch heute noch handwerkliche Souveränität attestieren – jedoch nicht zu verwechseln mit dem kreativen Quell früherer Werke. Alles andere bleibt leider hinter den hohen Erwartungen, die angesichts der Vorgänger „Suspiria“ und „Horror Infernal“ durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, zurück. Zugegebenermaßen, „Mother of Tears“ ist nicht der amateurhafte Totalausfall, zu dem er gerne hochstilisiert wird. Nichtsdestotrotz liegen Welten, wenn nicht sogar ganze Galaxien zwischen dem Argento von damals und dem von heute. Hat sich Argento so stark weiterentwickelt und seine Anhänger vergessen mitzunehmen? Zumindest letzterer Aspekt dürfte nicht ganz aus der Luft gegriffen sein. Die Fans wollen das, womit sie Argento in den 70/80ern verwöhnt hat.
Eine gelungene, wenn auch nicht sonderlich originelle Exposition, verspricht zunächst dahingehend Positives. Dieser Eindruck zerstreut sich leider zum Mittelteil hin immer deutlicher. Das Drehbuch bekommt keinerlei Chance dramaturgische Akzente zu setzen, sodass die Flucht bzw. der Kampf gegen die Mutter der Tränen absolut beliebig daherkommt. Aus Filmen wie z.B. „Tenebre“, „Suspiria“ oder „Opera“ haben sich dutzende Szenen – wenn nicht sogar der komplette Film – aufgrund ihrer kreativen Einzigartigkeit und ihrer ungeheuren, rohen Energie ins Gedächtnis gebrannt. Von „Mother of Tears“ bleibt, nachdem der Abspann gelaufen ist, leider nicht sonderlich viel haften. Selbst die teilweise ziemlich heftigen Gore-Effekte, mit denen Argento schon in „Pelts“ nicht gegeizt hat, verfehlen ihre Wirkung. Sie unterstreichen nichts, sie sind lediglich eine plakative Selbstschau, was auf die Dauer einen eher ermüdenden und abstumpfenden Charakter erhält.
Und was bietet „Mother of Tears“ sonst noch? Zahlreiche Querverweise auf die Vorgänger, die in ihrer Tragweite nicht über bloßes namedropping hinausreichen. Ein in Rom stattfindendes pseudoapokalyptisches Weltuntergangsszenario, das zwar nett gemeint ist, aber in seinen Ausmaßen eher dem berühmten Sturm im Wasserglas gleicht. Zudem noch die wohl peinlichsten Hexen der Filmgeschichte, die eher Gruftivarianten von „Germany Next Topmodel“ zu entsprechen scheinen. (5,5/10 Punkten)

Samstag, 7. Juni 2008

TV - Tipps (07.06. - 13.06.2008)

Man merkt es deutlich: die Fußball EM hat begonnen. Dementsprechend zurückgefahren wirkt das restliche TV-Programm, woran man sich wohl die nächste Zeit gewöhnen sollte.

Samstag, der 07.06.2008

  • 23:35: Der große Diktator (RBB)
  • 01:35: Moderne Zeiten (RBB)
  • 01:40: Rocky (ARD)

Sonntag, der 08.06.2008
  • 01:40: Hollywood Story (ARD)

Montag, der 09.06.2008
  • 21:00: THX 1138 (ARTE)
  • 01:05: Die letzte Nacht des Boris Gruschenko (ARD)

Dienstag, der 10.06.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: Thomas Crown ist nicht zu fassen (WDR)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:15: Der dritte Mann (NDR)
  • 00:20: Innenleben (ARD)
  • 00:55: Cocktail für eine Leiche (NDR)
  • 01:55: Der Schläfer (ARD)

Donnerstag, der 12.06.2008
  • 02:55: Aufstand der Tiere (ZDF)

Freitag, der 13.06.2008
  • 23:50: Die Schlangengrube und das Pendel (ARTE)

Freitag, 6. Juni 2008

Carl Theodor Dreyers Vampyr (1932)


Interessante Neuigkeiten für alle Anhänger des klassischen Kinos. Die ohnehin beachtenswerte britische "Masters of Cinema"-Serie hat für den 25.08.2008 die Veröffentlichung von Carl Theodor Dreyers "Vampyr" (1932) im Programm. Im folgenden die Einzelheiten zur anstehenden VÖ von DVDTimes.co.uk:

- New, high-definition transfer of the Martin Koerber / Cineteca di Bologna film restoration in its original aspect ratio (1.19:1)
- New and improved English subtitle translation
- Full-length audio commentary featuring film scholar Tony Rayns
- Full-length audio commentary featuring Oscar-winning director Guillermo del Toro talking about one of his favourite films
- Two deleted scenes, removed by the German censor in 1932
- Carl Th. Dreyer (1966) – a documentary by Jörgen Roos
- Visual essay by scholar Casper Tybjerg on Dreyer’s Vampyr influences
- The Baron – a short MoC documentary about Baron Nicolas de Gunzburg
- Inspiration for the film – Sheridan Le Fanu’s Carmilla – as an on-disc pdf.
- 80-page book featuring rare production stills, a facsimile reproduction of the 1932 Danish film programme, writing by Tom Milne (The Cinema of Carl Dreyer), Jean and Dale Drum (My Only Great Passion: The Life and Films of Carl Th. Dreyer), and Martin Koerber (film restorer).


Quelle: DVDTimes.co.uk

Sonntag, 1. Juni 2008

TV - Tipps (31.05. - 06.06.2008)

Samstag, der 31.05.2008
  • 23:10: Der Schakal (ARD, Original)
  • 23:35: Die glorreichen Sieben (RBB)
  • 23:45: Twister (3SAT)
  • 00:15: Crime is King (PRO7)

Sonntag, der 01.06.2008
  • 23:10: Hooligans (PRO7)
  • 00:00: 20 000 Jahre in Sing Sing (SWR)
  • 01:40: Die Spur des Fremden (ARD)

Montag, der 02.06.2008
  • 22:50: Fellinis Casanova (MDR)
  • 01:05: Einer flog über das Kuckucksnest (ARD)

Dienstag, der 03.06.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: Getaway (WDR)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:00: La mala educación (SWR)

Donnerstag, der 05.06.2008
  • 22:25: Augen der Angst (3SAT)
  • 00:15: Manderlay (ARTE)

Freitag, der 06.06.2008
  • 22:25: Blue Velvet (3SAT)

Dienstag, 27. Mai 2008

Die 120 Tage von Sodom


Vier faschistische italienische Großbürger ziehen sich mit einer Gruppe bestehend aus Jungen und Mädchen auf ein entlegenes Schloss zurück, um dort ihren perversen Neigungen mit den unterworfenen Jugendlichen zu frönen. Das also ist der Stoff, aus dem Skandale sind. Pier Paolo Pasolinis „Die 120 Tage von Sodom“ hat wie kaum ein zweiter Film zu seiner Entstehungszeit für weltweiten Aufruhr und Verbote gesorgt. Und selbst aus heutiger Sicht – in einer deutlich abgestumpfteren Welt – hat das Werk nichts von seiner Mark erschütternden Wirkung verloren. Pasolinis letzte Regiearbeit als „unbequem“ zu bezeichnen, ist zweifelsohne ein Euphemismus. Selten wurden sinnlose Qualen, unmenschliche Folter und totale Erniedrigungen so drastisch und konsequent in Szene gesetzt. Zusätzliche Intensität bekommt das Gezeigte durch eine betont karg-kühle und trostlose Inszenierungsweise, die sich vor allem im Dekor des Films widerspiegelt.
Es ist zweifelsohne nicht korrekt, „Die 120 Tage von Sodom“ auf seine Schockwirkung – wie es im Verlauf der Filmgeschichte sicherlich nicht zum ersten Mal geschehen ist –
zu reduzieren und ihn somit auf eine Stufe mit gängigen Exploitern zu stellen. Der Film zeichnet vielmehr ein ungeheuer wuchtiges Panoptikum menschlicher und seelischer Dunkelheit im Kontext des Faschismus/ Nationalsozialismus. Allein mittels Pasolinis Charakterisierung der vier Protagonisten sowie der Darstellung der „Opfer“, auf welche nicht näher eingegangen wird (jene bleiben vielmehr eine widerstandslose Masse, die sich ergeben ihrem Schicksal fügt), gelingt eine erschreckende Parabel in Bezug auf die politischen Verhältnisse zur Regierungszeit Mussolinis. Angelehnt an Dantes „Göttliche Komödie“ hat Pasolini sein Werk in drei Höllenkreise (Höllenkreis der Manien, der Scheiße und des Blutes) unterteilt und führt den Zuschauer direkt ins Zentrum jedes dieser Monstrositätenkabinette.
Objektiv gesehen kann man ablehnende Reaktionen des Films gegenüber bis zu einem gewissen Grad durchaus nachvollziehen, denn Pasolini bedient sich ohne Zweifel einer bis aufs Äußerste abstoßenden Bildsprache, die den ein oder anderen wunden Punkt trifft – aber dies nun einmal auch soll. Der Zusch
auer, der jedoch hinter die augenscheinliche Fassade blickt, wird zwar trotzdem mit einer nicht minder abstoßenden Welt konfrontiert, lernt diese aber in einem ganz anderen Kontext – fernab von bloßem Provokationswillen – kennen. (8/10 Punkten)

Montag, 26. Mai 2008

Warner Brothers legt nach...

Für alle Freunde von Box-Sets aus dem Hause Warner Bros. fällt Weihnachten, Ostern und Geburtstag wieder einmal auf den selben Tag, denn Warner Home Video hat für den 23.09.2008 die vierte Gangsters Collection als RC1-Veröffentlichung angekündigt. Im Set werden The Amazing Dr. Clitterhouse, The Little Giant, Larceny, Inc., Invisible Stripes and Kid Galahad enthalten sein. Letztgenannter wird auch als Einzel-VÖ erhältlich sein. Als Bonus beinhaltet das Box-Set eine neue Genre-Dokumentation ("Public Enemies: The Golden Age of the Gangster Film"). Die folgenden Einzelheiten stammen von der englischsprachigen Seite DVDTimes.co.uk!

The Amazing Dr. Clitterhouse (1938)
Dr. Clitterhouse (Edward G. Robinson) is fascinated by the study of the physical and mental states of lawbreakers, so he joins a gang of jewel thieves for a closer look in this often amusing crime drama. Claire Trevor co-stars as a savvy crime queen, and Humphrey Bogart plays Rocks Valentine, whom Dr. C. calls “a magnificent specimen of pure viciousness.” The movie also marks the start of one of film’s most noteworthy collaborations. John Huston, who was to later direct Bogart in The Maltese Falcon, The Treasure of the Sierra Madre and The African Queen, co-wrote the screenplay of The Amazing Dr. Clitterhouse.

Special Features:
  • Commentary by Dr. Drew Casper and Richard Jewell
  • Racket Busters theatrical trailer
  • Vintage newsreel
  • WB short: Night Intruder
  • WB cartoons:
    • Cinderella Meets a Fella
    • Count Me Out
  • 1941 Lady Esther Screen Guild Theater Broadcast (audio only)
  • 1944 Gulf Screen Guild Theater Broadcast (audio only)
  • Theatrical trailer
The Little Giant (1933)
The era of the bootlegger is past but liquor runner Bugs Ahearn (Edward G. Robinson) has a plan for what he’ll do now that Prohibition is history. He decides to head for California’s posh, polo-playing Santa Barbara to become part of the high society. What he finds there -- swindlers, gold diggers, great fun – makes first class entertainment in this pre-Code gem. Edward G. Robinson shows his comedic chops for the first time, paving the way for such subsequent films as A Slight Case of Murder, Brother Orchid, Larceny, Inc. and more persona-skewering frolics.

Special Features:
  • Commentary by Daniel Bubbeo and John McCarty
  • Vintage newsreel
  • WB short: Just Around the Corner
  • WB cartoon: The Dish Ran Away with the Spoon
  • Theatrical trailer
Larceny, Inc. (1942)
Edward G. Robinson once more turns his gangster image on its head in a gleeful romp based on the Broadway farce penned by Laura Perelman and S.J. Perelman. Robinson plays Pressure Maxwell, who emerges from Sing Sing planning to run a dog track with cronies Jug (Broderick Crawford) and Weepy (Edward Brophy). But the plan needs funding, so the group (assisted by Jane Wyman) opens a luggage shop as a front while attempting to tunnel into the bank next door. Now add the store’s unexpected success, a gabby traveling valise salesman (Jack Carson) and the arrival of a sour con (Anthony Quinn) who wants in on the action, and the laughs are thick as thieves.

Special Features:
  • Commentary by Haden Guest and Dana Polan
  • Vintage newsreel
  • The Big Shot theatrical trailer
  • WB short: Winning Your Wings
  • WB cartoons:
    • Porky’s Pastry Pirates
    • The Wabbit Who Came to Supper
  • Theatrical trailer
Invisible Stripes (1939)
Parolee Chuck Martin is going straight when he gets out of jail – straight back to a life of crime. In lockup or out in the civilian world, he knows he’ll forever wear a con’s ‘Invisible Stripes.’ As Martin, Humphrey Bogart continues to battle and sneer his way to career stardom in this volatile social-conscience crime saga adapted from a book by warden Lewis E. Lawes. Top-billed George Raft plays Martin’s ex-Sing Sing yard mate Cliff Taylor, who vows to walk away from crime and be a role model for his kid brother (William Holden). But what awaits Taylor are suspicion, public disdain and joblessness. So he turns to a fellow con for help. Then, as now, he finds crime doesn’t pay.

Special Features:
  • Commentary by Alain Silver and James Ursini
  • You Can’t Get Away with Murder Theatrical trailer
  • Vintage newsreel
  • WB short The Monroe Doctrine and Quiet, Please
  • WB cartoons:
    • Bars and Stripes Forever
    • Hare-um Scare-um
  • Theatrical trailer
Kid Galahad (1937)
This influential ring saga dramatically links professional boxing to criminal gambling. Edward G. Robinson is racketeer/fight promoter Nick Donati and tightly coiled Humphrey Bogart is Turkey Morgan. They’re rival promoters who, like fighters flinging kidney punches, end up swapping close-range bullets. Bette Davis plays the moll who has a soft spot for the bellhop (Wayne Morris) that Nick is grooming for the heavyweight title. And prolific Michael Curtiz directs this first of his six collaborations with Bogart that would include the romantic masterwork Casablanca and the sly comedy We’re No Angels.

Special Features:
  • Commentary by Art Simon and Robert Sklar
  • It’s Love I’m After theatrical trailer
  • Vintage newsreel
  • WB Shorts: Alibi Mark and Postal Union
  • WB Cartoons:
    • Egghead Rides Again
    • I Wanna Be a Sailor
    • Porky’s Super Service
  • Theatrical trailer
Public Enemies: The Golden Age of the Gangster Film -- Warner Home Video Documentary
As popular as these films were in their heyday, seminal giants like Little Caesar and Public Enemy as well as post-war gems like Key Largo and White Heat still hold power over their audiences today. Public Enemies: The Golden Age of the Gangster Film will explore the invention and development of the crime genre; the rise of Warner stars like Cagney, Bogart and Robinson; as well as directors like Walsh, Wellman and Curtiz. It will cover the films themselves and the influence they had on filmmakers all over the world; and the artistic merit that these defining classic films still warrant. Finally, the documentary will celebrate the impact that Warner Bros. Studios had in establishing the iconic Hollywood Gangster, often imitated but never equaled.

Special Features:
  • Four WB Cartoons: I Like Mountain Music, She Was an Acrobat’s Daughter, Racketeer Rabbit and Bugs and Thugs

Quelle: DVDTimes.co.uk
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Die zur Veröffentlichung stehenden Titel sagen mir zwar nicht viel, trotzdem oder vielleicht sogar gerade deswegen freue ich mich über den neuen Stoff aus dem Hause Warner Bros. Der Herbst ist gerettet!

Sonntag, 18. Mai 2008

TV - Tipps (17.05. - 23.05.2008)

Samstag, der 17.05.2008
  • 20:15: Der längste Tag (Kabel1)
  • 22:25: Collateral Damage (PRO7)
  • 23:20: Rififi (RBB)
  • 00:30: True Lies (PRO7)

Sonntag, der 18.05.2008
  • 20:15: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (PRO7)
  • 23:15: Phantom-Kommando (PRO7, geschnitten)

Montag, der 19.05.2008
  • 21:00: Der unauffällige Mr. Crane (ARTE)
  • 22:15: Verhandlungssache (ZDF)

Dienstag, der 20.05.2008
  • 20:15: Der weiße Hai 2 (Kabel1)
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: Der Clou (WDR)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 22:50: Sprich mit ihr (RBB)
  • 23:20: Anatomie eines Mordes (BR)
  • 00:20: Long Riders (ARD)

Mittwoch, der 21.05.2008
  • 22:30: Manderlay (ARTE)
  • 22:35: Cocktail für eine Leiche (RBB)

Donnerstag, der 22.05.2008
  • 20:15: Before Sunset (TELE5)
  • 22:45: Hotel Ruanda (3SAT)

Freitag, der 23.05.2008
  • 22:20: Lethal Weapon 4 (RTL2, geschnitten)
  • 23:15: Hatchet for the Honeymoon (ARTE)
  • 01:20: Malaya (ARD)
  • 02:55: Nach dem dünnen Mann (ARD)

Montag, 12. Mai 2008

Sie küßten und sie schlugen ihn


Die zartbitteren Kindheitserinnerungen des Francois Truffaut.

Francois Truffauts Spielfilmdebüt lässt sich am treffendsten mit dem Schmetterlingseffekt vergleichen, welcher einer kleinen Anomalie die Fähigkeit einräumt, unabsehbare Konsequenzen für die Zukunft nach sich zu ziehen. Diese kleine Anomalie im französischen Kino Ende der 50er Jahre nennt sich „Sie küßten und sie schlugen ihn“ (1959). Eine Auflehnung gegen den konventionellen französischen Film, mit welchem der damals 27-Jährige bereits in seiner Tätigkeit als Filmkritiker scharf ins Gericht gegangen ist. Der Gestus des Aufbegehrens bleibt jedoch nicht allein prägend für dieses Erstlingswerk. „Sie küßten und sie schlugen ihn“ liest sich ebenso als Dokument der Liebe – Truffauts Liebe zum Kino, so wie er es sich erträumt und für die Zukunft erhofft. Keine unbegründete Hoffnung, wie die Folgen des „Flügelschlags“ zeigen sollen…

„Sie küßten und sie schlugen ihn“ bekleidet in Truffauts Gesamtwerk eine ganz besondere Position. Er markiert einen Anfang in dreierlei Hinsicht – den Anfang einer erstaunlichen Karriere, die Initialzündung der Nouvelle Vague sowie den Beginn des Antoine-Doinel-Zykluses. Jener ist Truffauts filmisches Alter Ego, dessen Lebens- und Leidensweg ihn Zeit seiner Karriere beschäftigen sollte („Liebe mit Zwanzig“ (1962), „Geraubte Küsse“ (1968), „Tisch und Bett“ (1970) und „Liebe auf der Flucht“ (1979). Anhand dieses Ersatz-Ichs betrieb Truffaut über die Spanne von 20 Jahren eine Art kreative Selbsttherapie – getarnt unter dem Mantel des Geschichtenerzählens.

Trotz der von Truffaut bestrittenen autobiographischen Inhalte lässt sich dieser essentielle Aspekt des Werks nur schwerlich wegdiskutieren. Im Charakter des Protagonisten Doinel sind unzählige Erlebnisse, Gefühle und Verhaltensmuster des Regisseurs angelegt. Truffaut zeichnet ein fein durchstrukturiertes Psychogramm auf der reichhaltigen Basis eigener Lebenserfahrung. Verlorenheit und Haltlosigkeit in einer seltsam befremdlichen Welt spielen dabei eine genauso zentrale Rolle wie das Motiv des Durchkämpfens. Doinel, nach gängigem Sprachgebrauch ein Problemkind, lügt, klaut und lehnt jegliche Form der Autorität (egal ob Lehrer, Eltern oder das Erziehungsheim) ab. Nichtsdestotrotz findet sich in ihm (abgesehen vom Schulkameraden René, welcher dem Jugendfreund Robert Lachenay nachempfunden ist) der alleinige Sympathieträger des Films. Dieses starke Mitgefühl bezieht Doinel maßgeblich aus seiner vor dem Leben versteckten Seite - einer empfindsamen und aufgeweckten Facette, die ihn mit dem Rücken zur kalten Wand zeigt. Ein Blickwinkel, der allein dem Publikum vorbehalten bleibt und die Geschichte nuanciert.

Obwohl der Regisseur sein Alter Ego erkennbar als Opfer der Umstände (insbesondere des kühlen Elternhauses) zeichnet, fehlt ein wirklich anklagender Ton, um den Film als frontalen Angriff auf Mutter und Vater Truffaut zu werten. Es ist vielmehr die ausgesprochen reife Auseinandersetzung mit seinem Sujet, die das Werk maßgeblich prägt. Den Zuschauer beschleicht nicht das Gefühl einem bockigen Kind bei der Vergeltung seiner Jugendjahre beizuwohnen. Stattdessen erweckt der Film den Eindruck einer Rechtfertigung Truffauts, mit der er Zeugnis davon ablegen will, warum er ist, wie er ist. Warum er agiert, wie er agiert. Diese Gedanken korrelieren mit dem Gefühl, nicht aus der eigenen Haut hinaus zu können. Eine Haut, die man nicht will oder gar akzeptieren kann, obwohl sie bedauerlicherweise wie ein Maßanzug zu sitzen scheint. Verständlicherweise sind dies relativierende Einschätzungen, welche Truffauts Eltern zur damaligen Zeit nicht teilen konnten, denn „Sie küßten und sie schlugen ihn“ ist zweifelsohne harter Tobak und hat das ohnehin schon stark angespannte Familienverhältnis noch zusätzlich strapaziert. Ein Umstand, der schließlich zur bereits erwähnten, öffentlichen Leugnung der autobiographischen Ebene geführt hat – nachvollziehbar, jedoch wenig glaubhaft.

Aus den ruhigen, gar bedächtig-schön anmutenden Bildern bahnen sich zu jedem Zeitpunkt Truffauts Jugendjahre ihren Weg. Die stark gestörte Beziehung zur Mutter ist genauso wie das familiärere Verhältnis zum (Stief-!)Vater charakteristisch. Seine Zeit in der Jugenderziehungsanstalt, der Diebstahl der Schreibmaschine aus dem Büro des Vaters, die Streitigkeiten der Eltern untereinander und die damit verbundene Flucht von Hause. Das ist Truffaut. Film verschmilzt mit Leben, Leben verschmilzt mit Film. Beide Aspekte zehren voneinander und bereichern die jeweils komplementäre Sphäre. Dabei changiert „Sie küßten und sie schlugen ihn“, wie der zwar nicht wirklich werksgetreue deutsche Filmtitel andeutet, subtil zwischen Gefühlswelten. Diese bindet der Regisseur geschickt an Räumlichkeiten und Personen. Zeitlich begrenzte, glückliche Momente sind dem jungen Doinel vorrangig in Gegenwart seines Freundes René vorbehalten, mit dem er sich auf Jahrmärkten und in Spielhöllen austobt. Im Gegenzug dazu werfen die heimischen vier Wände genauso wie die Schule finstere Schatten voraus, welche selbst dann, als endlich Besserung im Hause Doinel einzukehren scheint, nicht weichen wollen.

Die finstersten Schatten wären in ihrer allumfassenden Intensität jedoch nichtig, gäbe es nicht ein talentiertes Gesicht, das sie zu reflektieren vermag - ein solches hat Truffaut im damals noch jungen Jean-Pierre Léaud gefunden. Facettenreich und mit dem richtigen Gespür für die Rolle verkörpert er den kleinen Rebellen Doinel. Dabei muss es sich der Rest des Casts gefallen lassen, von ihm an die Wand gespielt zu werden. Allein das poetisch-abrupte Ende am Meeresstrand, Doinels eingefrorener Gesichtsausdruck, welcher in seiner Komplexität kaum fassbar anmutet, zerstreut jedweden Zweifel bezüglich seiner Fähigkeiten. Er wirkt beinahe selbst überrascht, dass der Film an dieser Stelle sein Ende findet. Erstaunen darüber, dass er es bis hier hin – bis zu seinem selbst gesteckten Ziel: dem Meer – geschafft hat, spiegelt sich in seinem Gesichtsausdruck. Gleichermaßen aber auch Angst. Das Meer und die damit assoziierte Freiheit hat er erreicht, aber was kommt danach? Eine Frage, die der Regisseur an dieser Stelle nicht beantworten will oder vielleicht auch noch gar nicht kann.

Alles in allem gelang Francois Truffaut mit „Sie küßten und sie schlugen ihn“ ein außergewöhnliches Spielfilmdebüt. Eine einfühlsame Reminiszenz an die Jugend, die ohne jegliches Selbstmitleid funktioniert. Nicht klischeehaft, sondern menschlich und nachdenklich. Nicht überdramatisiert, sondern melancholisch und bedrückend real. Dergleichen nähert er sich jugendlichen Ängsten, Hoffnungen und Wünschen, die nicht ungehört bleiben wollen. (9/10 Punkten)

Sonntag, 11. Mai 2008

TV - Tipps (10.05.2008 - 16.05.2008)

Samstag, der 10.05.2008
  • 20:15: Vertrauter Feind (Kabel1)
  • 22:15: A Nightmare on Elm Street (TELE5, geschnitten)
  • 23:45: Dirty Harry (SAT.1)
  • 23:55: A Nightmare on Elm Street 2 (TELE5, geschnitten)
  • 02:25: Sherlock Holmes - Das Haus des Schreckens(ZDF)

Sonntag, der 11.05.2008
  • 20:15: I, Robot (RTL)
  • 20:15: Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes (PRO7)
  • 20:45: Der englische Patient (ARTE)
  • 22:15: Alarmstufe: Rot (SAT.1, geschnitten)
  • 22:45: True Lies (PRO7)
  • 00:55: Bonnie und Clyde (Kabel1)

Montag, der 12.05.2008
  • 20:15: Indiana Jones und der Tempel des Todes (PRO7
  • 22:00: Eyes Wide Shut (ZDF)
  • 22:25: Alarmstufe: Rot 2 (SAT.1, geschnitten)
  • 22:40: Saw 2 (PRO7, geschnitten)
  • 00:40: Wenn der Postmann zweimal klingelt (ZDF)
  • 01:00: 2046 (WDR)

Dienstag, der 13.05.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)

Donnerstag, der 15.05.2008
  • 22:35: The Cell (VOX, geschnitten)

Freitag, der 16.05.2008
  • 20:15: Im Auftrag des Teufels (PRO7, geschnitten)
  • 22:05: Total Recall (RTL2, geschnitten)
  • 23:20: Bubba Ho-tep (ARTE)
  • 01:15: Cocktail für eine Leiche (ARD)

Samstag, 3. Mai 2008

TV - Tipps (03.05. - 09.05.2008)

Samstag, der 03.05.2008
  • 20:15: James Bond 007 - Feuerball (Kabel1)
  • 22:45: Dark Blue (PRO7)
  • 23:00: Fight Club (Kabel1, geschnitten)
  • 00:00: Die glorreichen Sieben (ARD)
  • 00:00: Sadistico (WDR)

Sonntag, der 04.05.2008
  • 20:15: James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag (RTL)
  • 22:10: Hostage - Entführt (PRO7)
  • 00:10: A Nightmare on Elm Street 4 (Kabel1, geschnitten)

Montag, der 05.05.2008
  • 00:00: La mala educacion (HR)
  • 00:50: Thomas Crown ist nicht zu fassen (ARD)
  • 01:00: Ein charmanter Schwindler (MDR)

Dienstag, der 06.05.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)

Donnerstag, der 08.05.2008
  • 21:00: 21 Gramm (ARTE)

Mittwoch, 23. April 2008

Die Dame im See (1947)


… oder wie die Form dem Inhalt das Wasser abgräbt!

Die Filmgeschichte hat bewiesen, dass bei Adaptionen – seien die Vorlagen Bücher, Computerspiele o. ä. – oftmals besonders essentielle Aspekte nicht oder nur ungenügend übernommen werden können. Im Fall von Robert Montgomerys „Die Dame im See“ (1947), basierend auf Raymond Chandlers gleichnamigen Kriminalroman, ist man das Projekt hingegen besonders wohlwollend angegangen und hat die Ich – Perspektive der Vorlage in einem filmisch interessanten Experiment gleich mitadaptiert. Das Resultat: Ein Werk mit Seltenheitswert, das seine Geschichte zur Gänze aus der visuellen Ich – Perspektive des handelnden Akteurs erzählt.

Der Privatdetektiv Philip Marlowe erhält den Auftrag nach der leichtlebigen Gattin des Pulpmagazin-Herausgebers Derace Kingsby zu suchen. Diese soll sich nach Mexiko abgesetzt haben und scheint unauffindbar. Für Marlowe zunächst kein besonderer Fall, gäbe es nicht auffällige Querverbindungen zu zwei Morden, die aus der gesuchten Chrystal Kingsby eine potentielle Verdächtige machen.

Die Kinolandschaft hält einige technische Spielereien bereit, die sich über die Jahre – sei es aus ökonomischen oder narrativen Aspekten - nie wirklich durchsetzen konnten. Dazu zählt u. a. das 3D-Verfahren („Jaws 3-D“ (1983), „Und wieder ist Freitag, der 13.“ (1982)), aber auch das Erzählen einer Geschichte, welche man als Zuschauer komplett durch die Augen des Protagonisten miterlebt. „Die Dame im See“ wagt diesbezüglich einen interessanten Versuch, der innerhalb Hollywoods Schwarzer Serie zweifelsohne ein kleines Unikum ist. Der Zuschauer soll leichteren Zugang zur Geschichte erhalten, stärker vom Medium Film absorbiert werden. Derlei Effekt versucht man durch eine Annäherung an die menschlichen Sehgewohnheiten anzustreben, eine Zuspitzung des praktizierten „unsichtbaren Schnitts“, wenn man so will. Das Endergebnis darf jedoch ohne große Umschweife als klassisches Eigentor gewertet werden. Anstatt Nähe bildet sich kühle Distanz, die der technische Fremdkörper des durchgängigen POVs hervorruft. Er beansprucht die Aufmerksamkeit vom Publikum zur Gänze und führt dem Zuschauer, dessen filmische Sehgewohnheiten bis dato anderen Maximen unterlegen waren, in jedem Moment die Künstlichkeit der Inszenierung vor Augen. Die Technik steht hier ihrer Intention eindeutig selbst im Weg.

Ein Nebeneffekt der gewählten Erzählform ist die stärkere Fokussierung der Mise-en-scène. Bedingt durch die angestrebte Kontinuität der Erzählung funktioniert „Die Dame im See“ primär über die Kameraarbeit, nicht über den Schnitt. Strukturelle Auswirkungen sind vornehmlich lange Einstellungen, die dem Film durch die bedauerlicherweise oftmals statisch ausgefallene Mise-en-scène ein hohes Maß an Vitalität rauben. Mitschuld daran trägt die „Dialoglastigkeit“, welche leider kaum Spielraum für visuelle Ausschmückungen lässt. Oftmals steht die Kamera (respektive der Protagonist Marlowe) minutenlang vor einem Gesprächspartner, der wie ein Fisch in die Kamera glotzt, sich ab und zu ein bisschen nach links oder ein bisschen nach rechts bewegt. Mehr aber auch nicht. Konventionell erzählte Filme arbeiten in derlei Fällen beispielsweise mit Schuss/Gegenschuss-Aufnahmen, um potentiell starr wirkende Sequenzen bzw. Szenen aufzulockern. „Die Dame im See“ hingegen verzichtet auf solche Methoden mit beharrlicher Konsequenz.

Wo eine stärker elliptisch durchstrukturierte Narration, die nicht unwesentlich dazu beiträgt, das Interesse des Zuschauers aufrecht zu halten, dem Film sicherlich besser zu Gesicht gestanden hätte, begnügt sich Montgomery damit, seinem technischen Gimmick zu frönen. Doch vertrödelte Zeit muss natürlich an anderer Stelle wieder kompensiert werden. So gibt sich „Die Dame im See“ im Gegensatz zu anderen, wesentlich gekonnter ausbalancierten Chandler-Verfilmungen (Howard Hawks „The Big Sleep“ (1946) oder Edward Dmytryks „Murder, My Sweet“ (1944)) an vielen Stellen nicht so werksgetreu, wie man es sich als Liebhaber von Chandlers Romanen gewünscht hätte. Bestes Beispiel ist die Titel gebende tote Dame im See, deren Funktion innerhalb des Romans essentiell ist. Die Verfilmung hingegen spart die Ereignisse am Little Fawn Lake, Chrystal Kingsbys letzter Aufenthaltsort und kurz darauf Fundort von Mildred Havelands Wasserleiche, bis auf eine Erwähnung während eines Dialogs aus. Des Weiteren macht die Verfilmung Marlowe zu einem Hobbyautoren für Krimigeschichten, der durch „Zufall“ bei einem Verlag (wir erinnern uns Chrystal Kingsbys Mann ist ein Herausgeber für Pulp-Romane) an seine künftigen Auftraggeber gerät. Warum man nicht die klassische Einleitung des Romans beibehalten hat, in der Kingsby keine Schundheftchen verkauft und Marlowe nicht seine Profession gewechselt hat, bleibt rätselhaft. Sicher hingegen ist nur eins: die Verschiebung des Fokus’ schlägt sich schwer auf die Dramaturgie nieder.

Es gibt nachvollziehbare Gründe, warum Filme dieser Gattung solch eine Rarität geblieben sind. Neben obigen Aspekten ist es sicherlich vor allem die fehlende Identifikationsfigur, die in einem POV-Film weitestgehend unter den Tisch fällt. Abgesehen von den drei eher störenden Zwischensequenzen, in denen sich Marlowe als Erzähler direkt ans Publikum wendet, sieht man ihn nur ein paar Mal durch Spiegelreflexionen und dem Zuschauer wird schmerzlich klar: das ist nicht Bogie, das ist nicht einmal Dick Powell. Spätestens dann ziehen irre weltverschwörerische Gedanken auf, die den gesamten POV-Zirkus einzig und allein der Tatsache zuschreiben, dass man Bogart nicht mit an Bord hat. Aber egal, ob nun Bogart, Powell oder Montgomery: dem Film würde nichtsdestotrotz die physische Präsenz seines Protagonisten fehlen. Drei oder vier kurze Blicke reichen nicht aus, um eine Verbindung zur Hauptfigur zu etablieren.

Der ebenfalls im Jahr 1947 produzierte „Die Schwarze Natter“, bei weitem keine Perle des Genres, nutzt dieselbe Technik wie „Die Dame im See“. Bezeichnenderweise ist es dort Humphrey Bogart, durch dessen Augen wir – zumindest eine Zeit lang – schauen. Dieser Film stellt sich wenigstens im Umgang mit der Technik raffinierter an. Es ist weniger reiner, ermüdender Schauwille, sondern vielmehr ein geschickter Kniff, um die Handlung zu akzentuieren. Wenn sich Ähnliches über „Die Dame im See“ sagen lassen würde, hätte sein besonderer Status sicherlich nicht diesen äußerst faden Nachgeschmack. So ist Montgomerys Film allenfalls aus filmhistorischer Sicht interessant. Für alle anderen bleibt nur der Verweis auf die weitaus gelungeneren Werke wie „The Big Sleep“ und „Murder, My Sweet“. (5/10 Punkten)

Samstag, 19. April 2008

TV - Tipps (19.04. - 25.04.2008)

Samstag, der 19.04.2008
  • 20:15: Der Untergang (ARD)
  • 23:55: Full Metal Jacket (RTL2)

Sonntag, der 20.04.2008
  • 00:00: Misfits - Nicht gesellschaftsfähig (SWR)
  • 00:25: Die Rache des Toten (3SAT)

Montag, der 21.04.2008
  • 22:15: L.A. Confidential (ZDF)

Dienstag, der 22.04.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:00: The Straight Story (SWR)
  • 00:20: Der Stachel des Bösen (ARD)

Donnerstag, der 24.04.2008
  • 22:55: Fahr zur Hölle, Liebling (3SAT)
  • 00:00: Der vierte Mann (HR)

Freitag, der 25.04.2008
  • 22:55: Mad Max 2 - Der Vollstrecker (RTL2, geschnitten)
  • 23:30: El Topo (ARTE, geschnitten)
  • 03:00: Der Heilige Berg (ARTE)

Sonntag, 13. April 2008

TV - Tipps (12.04. - 18.04.2008)

Nachdem letzte Woche durch Klausuren bedingt ausfallen musste, geht es natürlich wieder weiter...

Samstag, der 12.04.2008
  • 20:15: Ghostbusters 2 (Kabel1)
  • 23:15: Viva Maria! (RBB)
  • 00:10: The Fog - Nebel des Grauens (SAT.1)
  • 04:10: Nebel über Frisco (ARD)
  • 23:40: From Dusk Till Dawn (Das 4., geschnitten)

Sonntag, der 13.04.2008
  • 23:20: Die Teufelsinsel (3SAT)
  • 00:00: Der Pianist (ARD)
  • 00:00: Arsen und Spitzenhäubchen (SWR)
  • 00:15: Heat (NDR)

Montag, der 14.04.2008
  • 23:15: Ladykillers (SWR)

Dienstag, der 15.04.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:00: Frenzy (NDR)
  • 00:50: Immer Ärger mit Harry (NDR)

Mittwoch, der 16.04.2008
  • 23:00: Der große Diktator (SWR)
  • 00:25: Im Vorhof der Hölle (HR)

Freitag, der 18.04.2008
  • 20:15: Apollo 13 (RTL2)
  • 22:15: 12 Monkeys (TELE5)
  • 22:55: Swimming Pool (3SAT)

Montag, 31. März 2008

Danny Trejos "Machete": Update


"We ran into Danny Trejo at this past weekend's HorrorHound Weekend in Indiana where the popular genre actor told Bloody-Disgusting that Robert Rodriguez is still working on getting "Machete" off the ground and that he hopes the director will be ready when he finishes another project he is currently working on. He also confirms that Rodriguez will in fact direct the film, and not just produce it. In addition, Trejo breaks the news that Dimension Films is looking to turn MACHETE into a trilogy! Watch for more on this as it develops. After being betrayed by the organization who hired him, an ex-Federale (Trejo) launches a brutal rampage of revenge against his former boss."

Quelle: Bloody-Disgusting
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Die Gerüchteküche brodelt ja schon lange rund um die Faketrailer-Verfilmung von "Machete". Die große Neuigkeit ist dann auch wohl eher die Verkündung einer geplanten Trilogie seitens Dimension Films. Ob Potential dafür besteht, wird wahrscheinlich frühestens der erste Film zeigen. Man darf auf das Projekt gespannt sein...

Samstag, 29. März 2008

TV- Tipps (29.03. - 04.04.2008)

Samstag, der 29.03.2008
  • 23:15: James Bond 007 - In tödlicher Mission (NDR)
  • 23:35: Fitzcarraldo (RBB)
  • 01:10: Die glorreichen Sieben (ARD)
  • 01:20: Conan - Der Barbar (ZDF)

Sonntag, der 30.03.2008
  • 23:00: Zwei Sekunden (3SAT)
  • 00:10: Themroc (ARTE)

Dienstag, der 01.04.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:20: Getaway (ARD)
  • 00:45: La mala educacion (NDR)

Mittwoch, der 02.04.2008
  • 22:15: Der dritte Mann (HR)
  • 00:25: Hotel Ruanda (HR)

Freitag, der 04.04.2008
  • 20:15: 3 Engel für Charlie - Volle Power (PRO7)
  • 23:00: Dawn of the Dead (RTL2, geschnitten)

Freitag, 28. März 2008

Koch Media Film Noir Collection

Die Neuigkeiten sind zwar mittlerweile sicherlich nicht mehr so neu, aber ich möchte für alle Anhänger der "Schwarzen Serie" an dieser Stelle auf die kommende "Film Noir Collection" des Labels Koch Media hinweisen. Den Anfang machen George Marshalls "Die blaue Dahlie" (1946), John Farrows "Spiel mit dem Tode" (1948) und Roy William Neills "Schwarzer Engel" (1946). Veröffentlichungstermin ist der 09. Mai 2008. Ein Blick lohnt sicherlich, obwohl ich mit der optischen Präsentation noch ein wenig hadere.

Prison Break - Staffel 4 wieder mit Sarah Wayne Callies


Wer noch nicht mit den Geschehnissen der dritten "Prison Break"-Staffel vertraut ist, sei vor Spoilern im folgenden Text gewarnt. Nachdem vor kurzem eine offizielle Bestätigung für die vierte Staffel der Erfolgsserie seitens Fox bekanntgegeben wurde, folgt nun für die Fans eine kleine Überraschung. Wie Movie-Infos.net berichtet, wird die Schauspielerin Sarah Wayne Callies (Scofields Geliebte Dr. Sara Tancredi) in der geplanten Staffel wieder mit dabei sein. Warum Überraschung werden sich all diejenigen fragen, die bisher nur bis zum Ende der zweiten Staffel vorgedrungen sind? Ganz einfache Erklärung: Dr. Sara Tancredi fällt gleich zu Beginn der dritten Staffel einem gewaltsamen Tod zum Opfer. Ihren Kopf bekommt Lincoln als Präsent in einer Schachtel serviert. Diese Storywendung hat zu massiven Protesten von Seiten der Fans geführt, sodass man sich nun entschlossen hat, die Figur wieder aufzugreifen. Da darf der Zuschauer gespannt sein, mit welchem Storykniff man den vorangegangen "Tod" zu erklären versuchen wird, schließlich hatte Lincoln den Kopf sogar in in den Händen - sollte er vielleicht beim nächsten Mal besser hinschauen, wem die abgetrennten Gliedmaßen gehören, die ihm geschickt werden!? Skepsis ist berechtigt...

Quellen: Movie-Infos.net, eonline.com

Dienstag, 25. März 2008

TV-Tipps-Spezial: Jodorowsky auf ARTE


Die Neuigkeiten hätten zwar ohne Probleme bei den regulären TV-Tipps untergebracht werden können, verdienen aber meines Erachtens einen besonderen Hinweis. Alejandro Jodorowskys "El Topo" (1970) und "Montana Sacra - Der heilige Berg" (1975) werden von ARTE (wo auch sonst?!) in einer deutschen Free-TV-Premiere ausgestrahlt. Für alle, die noch nicht zur wunderbaren Anchor Bay-Box gegriffen haben, gilt: unbedingt den Videorekorder programmieren!


  • Freitag, der 18. April 2008 : Montana Sacra - Der heilige Berg
  • Freitag, der 25. April 2008: El Topo

Quelle(n): Cinefacts.de, Arte.tv.de

Sonntag, 23. März 2008

TV-Tipps (22.03. - 28.03.2008)

Samstag, der 22.03.2008
  • 20:15: Beverly Hills Cop 3 (SAT.1, geschnitten)
  • 20:15: Stargate (Kabel1)
  • 22:25: Universal Soldier (RTL2, geschnitten)
  • 22:30: Event Horizon - Am Rande des Universums (Kabel1)
  • 23:30: Das Meer in mir (WDR)
  • 23:35: Der Clou (ARD)
  • 00:00: The Grifters (MDR)
  • 01:50: Dead Man Walking (ARD)

Sonntag, der 23.03.2008
  • 20:15: King Kong (RTL)
  • 22:15: Stirb Langsam 2 (SAT.1)
  • 00:15: James Bond 007 - Im Angesicht des Todes (NDR)

Montag, der 24.03.2008
  • 22:05: Stirb Langsam - Jetzt erst recht (SAT.1)
  • 22:15: Das Schweigen der Lämmer (PRO7)
  • 22:15: Spartacus (SRTL)
  • 22:45: Ran (3SAT)
  • 02:45: Menschen im Hotel (NDR)

Dienstag, der 25.03.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:20: Des Teufels General (ARD)

Freitag, der 28.03.2008
  • 22:30: End of Days - Nacht ohne Morgen (RTL2)

Mittwoch, 19. März 2008

Deutscher Trailer zu Ayers "Street Kings"

Johnny Depp wird zum Staatsfeind Nr. 1

In Michael Manns für 2009 angekündigtem Krimi-Drama "Public Enemies" verkörpert Johnny Depp den Gangster John Dillinger, welcher gemeinsam mit seinen Kumpanen Baby Face Nelson und Pretty Boy Floyd die Vereinigten Staaten durch eine Verbrechenswelle auf Trab hält. In weiteren Rollen werden u. a. Christian Bale (als Dillingers Gegenspieler Melvin Purvis), Giovanni Ribisi und Stephen Dorff zu sehen sein.
Das Projekt befindet sich derzeit noch im Dreh. Vom Set aus Columbus, Wisconsin ist ein erstes Foto von Johnny Depp aufgetaucht.


Sieht ganz so aus, als hätte der Gute viel Spaß beim Dreh ;)

Quelle: fadedyouthblog.com

Dienstag, 18. März 2008

John Rambo


Ein klinisch steriler Raum. Operationssaal 1. Ein Mann im bodenlangen weißen Kittel. Mundschutz. OP- Haube. Auf einem Tablett: medizinisches Besteck. Tupfer. Defibrillator. Krankenschwestern. Ein lebloser Körper in der Raummitte. Muskulös. Kriegsgestählt. Geschäftiges Treiben um ihn herum. Überall Blut…
Dies ist nicht etwa eine Szene des zur Endlosserie mutierenden „Saw“-Franchises, sondern wir werden just in jenem Moment Zeuge eines ganz besonderen Ereignisses: der Wiederbelebung des 80er Jahre-Actionkinos. Operierender Arzt: Sylvester Stallone, welcher mit „John Rambo“ scheinbar im Alleingang die Reanimation vornehmen möchte.
Seine dritte Auflage des Kriegshelden John Rambo ist trotz zwanzigjähriger Ruhepause zweifelsohne als Kind der 80er Jahre zu verorten- jedenfalls so, wie sie sich der Action-Fan mit leicht verklärter rosa-roter Brille wieder herbeisehnt. Stallone scheut sich nicht, seinem Publikum zu geben, wonach es verlangt. „John Rambo“ wirkt dabei geradezu wie ein ironischer, comichaft übertriebener Seitenhieb auf den Genrekollegen Willis, der sich bereits im letzten Jahr anschickte, sein Kind der 80er Jahre – in Gestalt der Stirb Langsam-Reihe – ins neue Jahrtausend zu transferieren. Keineswegs ein schlechter Film stand „Stirb Langsam 4.0“ jedoch nicht mehr so recht in der Tradition seiner Vorgänger. Als eigenständiger Actioner definitiv ein gelungenes Werk, als Teil der „Die Hard“-Serie aber zu kompromissbereit. Stallones Revival hingegen wirkt wie mit dem Vorschlaghammer direkt in den Unterleib. Der Film bewegt sich innerhalb seines gesetzten Rahmens und zeigt auch keinerlei Ambitionen, dem Zuschauer etwas zu versprechen, was er letzten Endes nicht einhalten kann. Kein großes Kino, sondern perfektes Genrefutter, das man entweder für seine Geradeheraus–Attitüde liebt oder hasst. Anhänger von knallharter Actionkost kommen bei Stallones Vehikel jedenfalls mehr als auf ihre Kosten. Technisch souverän zerlegt der Film äußerst spektakulär alles, was ihm vor den Waffenlauf kommt. Dass das nicht immer ganz frei von bloßem Selbstzweck und Schauwillen bleibt, lässt sich kaum verhehlen. Wer sich davon jedoch nicht abschrecken lässt, wird sich zweifelsohne sehr gut unterhalten fühlen. (8,5/10 Punkten)

Montag, 17. März 2008

E-M-S bringt den "Phantastischen Film"

In der Reihe "Der Phantastische Film" veröffentlicht das deutsche Label e-m-s die Europroduktionen "Brennender Tod"(1967), "Asylum" (1972), "Die Hexe des Grafen Draculas" (1968), "Der Dämon mit den blutigen Händen" (1958) und "Im Banne des Dr. Monserrat" (1967)!


(Veröffentlichung am 10. April 2008)

(Veröffentlichung am 27. März 2008)

(Veröffentlichung am 27. März 2008)

(Veröffentlichung am 8. Mai 2008)

(bereits erschienen)

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Da läuft mir als Fan solcher Filme direkt das Wasser im Mund zusammen. Interessante Titel, die zudem noch in einem einheitlichen "Kauf-mich-alle"-Design daherkommen.

Samstag, 15. März 2008

TV-Tipps (15.03. - 21.03.2008)

Samstag, der 15.03.2008
  • 20:15: Beverly Hills Cop 2 (SAT.1)
  • 22:10: James Bond 007 - Man lebt nur zweimal (ARD)
  • 22:35: Dekalog, Eins (ARTE, Start der 10-teiligen Reihe)
  • 22:40: Identität (PRO7)
  • 23:30: Dekalog, Zwei (ARTE)
  • 23:40: Marnie (RBB)
  • 01:45: Frenzy (RBB)
  • 03:35: Immer Ärger mit Harry (RBB)

Sonntag, der 16.03.2008
  • 20:15: Passagier 57 (RTL2, geschnitten)
  • 00:00: Westworld (SWR)
  • 00:15: Dekalog, Drei (ARTE)
  • 00:10: Taxi Driver (Kabel1)
  • 01:10: Dekalog, Vier (ARTE)

Montag, der 17.03.2008
  • 21:00: Bel Antonio (ARTE)
  • 00:05: Dekalog, Fünf (ARTE)
  • 00:50: Endlos ist die Prärie (3SAT)
  • 02:50: Fesseln der Liebe (3SAT)

Dienstag, der 18.03.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 21:45: Hotel Ruanda (BR)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:00: Das Meer in mir (SWR)
  • 00:55: Dekalog, Sechs (ARTE)

Mittwoch, der 19.03.2008
  • 22:45: Dekalog, Sieben (ARTE)
  • 23:40: Dekalog, Acht (ARTE)

Donnerstag, der 20.03.2008
  • 23:00: The Frighteners (VOX, geschnitten)
  • 00:00: Dekalog, Neun (ARTE)
  • 01:00: Dekalog, Zehn (ARTE)

Freitag, der 21.03.2008
  • 14:45: Die Zehn Gebote (SAT.1)
  • 15:45: Quo Vadis (ARD)
  • 20:15: Harry Potter und der Stein der Weisen (RTL)
  • 20:15: Aviator (PRO7)
  • 20:15: Die fabelhafte Welt der Amélie (VOX)
  • 20:15: Wallace & Gromit - Das muss kneten (S RTL)
  • 22:00: Stirb Langsam (SAT.1)
  • 22:25: Orson Welles' Othello (3SAT)
  • 22:35: Lost Highway (Das 4.)
  • 23:55: Das Omen (Kabel1)
  • 00:45: Im Vorhof der Hölle (WDR)

Sonntag, 9. März 2008

TV-Tipps (08.03. - 14.03.2008)

Samstag, der 08.03.2008
  • 20:15: Beverly Hills Cop - Ich lös den Fall auf jeden Fall (SAT.1)
  • 20:15: Die zwölf Geschworenen (Kabel1)
  • 20:15: Frühstück bei Tiffany (BR)
  • 22:10: Spion in Spitzenhöschen (BR)
  • 22:30: Conan - Der Zerstörer (Kabel1)
  • 22:55: Sag niemals nie (ARD)
  • 23:35: Der Mann in der Schlangenhaut (RBB)
  • 23:55: Die Millionärin (BR)
  • 01:20: Buona Sera, Mrs. Campbell (BR)

Sonntag, der 09.03.2008

  • 22:20: Equilibrium (PRO7)

Dienstag, der 11.03.2008

  • 21.15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: James Bond 007 - Der Mann mit dem goldenen Colt (WDR)
  • 23:55: Paper Moon (BR)
  • 00:00: Hotel Ruanda (SWR)

Mittwoch, der 12.03.2008

  • 20:15: The Sixth Sense (Kabel1)

Freitag, der 14.03.2008

  • 20:15: Armageddon (PRO7)
  • 20:15: Der Sturm (RTL2)
  • 22:25: Scream (Das 4., geschnitten)
  • 23:10: From Dusk Till Dawn (RTL2, geschnitten)

Samstag, 8. März 2008

Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street



Als die Rasiermesser das Schlitzen lernten


„There's a hole in the world like a great black pit, and it's filled with people who are filled of shit, and the vermin of the world inhabit it, and it goes by the name of 'London.“ (Benjamin Barker)

Der Vorspann beginnt. Ein Gefühl von Vertrautheit senkt sich wie Londons dichter Nebel über das Publikum. Ein angenehmes Gefühl – fremd, aber doch zugleich bekannt. Neu und aufregend, jedoch mit einem starken Anflug von heimischen Assoziationen. Verursacher dieser kribbelnden Emotionen: Regisseur Tim Burton, dessen jüngste Nachtmar „Sweeney Todd – The Demon Barber of Fleet Street“ (2008) ein weiteres, perfekt geschliffenes Puzzlestück im Burton’schen Kosmos ist. Eine Vielzahl seiner Werke verknüpft ein gemeinsames Konzept, ein gedanklich-thematischer Überbau, in welchen sich auch dieser Film wunderbar einfügt. Burton will anscheinend unter Beweis stellen, dass Weiterentwicklung und erkennbare Kontinuität keine konkurrierenden Konzepte sein müssen.

Die Liebe wird dem rechtschaffenen Barbier Benjamin Barker zum Verhängnis, denn Richter Turpin hat es auf dessen Frau abgesehen und schickt ihn kurzerhand mittels eines getürkten Gerichtsprozesses in die Verbannung. Nach 15 Jahren des Exils kehrt Barker nach London zurück - anonym, als Sweeney Todd. Doch seit damals hat sich einiges geändert. Die Ehefrau vermeintlich tot, seine Tochter mittlerweile in den Fängen des verhassten Richters. Todds einziger Wunsch: blutige Rache.

„Edward mit den Scherenhänden“ (1990) markierte den Anfang für das Traumgespann Tim Burton/ Johnny Depp. Mittlerweile ist der Mime mit dem Faible für exzentrische Rollen so etwas wie Stamminventar in Burtons Werken geworden, ob nun in Persona („Ed Wood“) oder als animierter Doppelgänger („Corpse Bride“). Auch für „Sweeney Todd“ hätte die Wahl nicht weiser getroffen werden können. In bester Tradition gibt Depp den von der Gesellschaft – stellvertretend dafür: der nicht ganz so ehrenwerte Richter Turpin - ausgestoßenen Protagonisten und greift (Charakter-) Elemente des eingangs erwähnten „Edward mit den Scherenhänden“ auf. Diese stellt er in einen neuen Kontext und entwickelt den „Urcharakter“ weiter, indem er sich unterschiedlicher Facetten bedient. Das besonders Erfrischende an „Sweeney Todd“ findet sich deshalb auch im Umgang mit seiner Hauptfigur begründet. Ihr gegenüber lässt der Film ein äußerst ambivalentes Verhältnis entstehen. Dies rührt daher, dass Todd über weite Strecken nicht zum tragischen Helden stilisiert wird. Stattdessen bekommt der Zuschauer einen bitter-bösen Antihelden aufgetischt, der sein flammendes Schwert – hier durch todbringende Rasiermesser ersetzt, die förmlich zum Aderlass einladen – nicht nur in Richtung der Übeltäter führt. Sein Wirbelwind aus Rachegelüsten ergießt sich über die gesamte Menschheit, wie einst das Blut aus den Aufzugtüren des Overlook Hotels.

Genauso wie Burton dem Bild jedwede scheinenden Farben entzieht, es auf dunkle, schattige Töne reduziert - nur um so das saftige Leuchten des Blutes zu akzentuieren – verfährt er mit den Emotionen der Welt - zumindest bis auf zwei: Liebe und Hass. Den Quintessenzen des Films. Emotionen, welche konträrer nicht sein könnten, halten die Welt des Sweeney Todd in Bewegung. Sie spiegeln sich sowohl in den Figuren von Johanna, Anthony Hope und Todd als auch in dem Gespann, welches er mit Mrs. Lovette bildet, wieder. Ihre Beziehung beruht auf einem makabren Verhältnis von „geben und nehmen“. Den überspitzten Höhepunkt bildet die praktizierte „Ressourcenverwertung“ von Todds Leichenbergen, die kurzerhand von Mrs. Lovette zu bekömmlichen Fleischpasteten weiterverarbeitet werden. Hier winkt „Sweeney Todd“ freilich ein wenig offensichtlich, aber keinesfalls aufdringlich mit dem Zaunpfahl in Richtung rabenschwarz-bissiger Gesellschaftskritik.

Neben skurillen Charakteren zeichnen sich Burtons Filme oftmals besonders durch ihre finstere, schwer definierbare Atmosphäre aus. Höhepunkt diesbezüglich ist sicherlich die kongeniale Gruselmär „Sleepy Hollow“, doch „Sweeney Todd“ steht ihm (beinahe) in nichts nach. Ein Konglomerat aus brillanter technischer Inszenierung –allem voran die wohl akzentuierte Lichtsetzung und Kameraarbeit -, dem viktorianischen Setting und nicht zuletzt Johnny Depp. Vielleicht bedarf seine Leistung aufgrund ihrer Konstanz schon keinerlei Kommentar mehr, doch dies wäre genauso wie der Ausgang der ’08er-Oscar-Auflage nur bedingt nachvollziehbar. Die Person Depp löst sich vor den Zuschaueraugen auf, wird konturlos und schemenhaft. Was übrig bleibt, ist ganz Sweeney, der eine glanzvolle, wunderbar durchnuancierte Ein-Mann-Show abliefert. Ruhige Passagen bündeln sich mit Energie geladenen Ausbrüchen zu einem homogenen Gesamtbild, welches noch durch die geschickt eingewobenen Musicalelemente unterstrichen wird. An diesem Punkt bleibt Kritik jedoch leider nicht aus. Die Musik ist gut, stellenweise sogar sehr gut- ohne Zweifel. Jedoch fehlt den einzelnen Stücken etwas Essentielles: Ohrwurmcharakter. Sie klammern sich nicht mit Widerhaken in den Gehörgängen fest, was nun mal Bedingung für ein hervorragendes Musical ist. Burtons „Sweeney Todd“ sei es verziehen, da er doch über diese Ebene hinaus noch einiges mehr zu bieten vermag.

One, two, Sweeney’s coming for you. Tim Burton mixt mit seinem neuesten Streich einen schmackhaften Cocktail. „Bloody Sweeney“ der Name. Die Ingredienzien: ein bestechender Hauptdarsteller, dichte Atmosphäre à la Burton, schwungvolle Melodien, rabenschwarzer Humor und rubinrotes Kunstblut in strömenden Bächen. Alles gut geschüttelt und eiskalt – wie Rache bekannterweise sein sollte - serviert. Das ist der Stoff aus dem (Alp-)Träume sind…(8,5/10 Punkten)

Sonntag, 2. März 2008

TV- Tipps (01.03 - 07.03.2008)

Diesmal leider etwas verspätet...


Samstag, der 01.03.2008
  • 22:00: 8 MM - Acht Millimeter (PRO7, geschnitten)
  • 23:25: The Fog - Nebel des Grauens (Kabel1)
  • 01:45: Die Verurteilten (BR)
  • 02:00: Sadistico - Wunschkonzert für einen Toten (ARD)

Sonntag, der 02.03.2008
  • 20:15: Werner - Beinhart! (RTL2)
  • 22:30: Mann unter Feuer (PRO7)

Montag, der 03.03.2008
  • 21:00: Der unsichtbare Dritte (ARTE)

Dienstag, der 04.03.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL, NEUE FOLGEN)
  • 23:00: Moderne Zeiten (NDR)
  • 00:20: Mitternachtsspitzen (ARD)

Mittwoch, der 05.03.2008
  • 22:20: Desperado (Kabel1, geschnitten)
  • 00:35: Weekend (ARD)

Donnerstag, der 06.03.2008
  • 23:00: Der schmale Grat (VOX)
  • 23:10: Prison Break (RTL, LETZTE FOLGE der 2.Staffel)
  • 00:00: Sacramento (HR)
  • 00:35: Mein großer Freund Shane (ARD)

Freitag, der 07.03.2008
  • 22:00: Lethal Weapon 2 (RTL2, geschnitten)

Donnerstag, 28. Februar 2008

Prison Break: Staffel 4 wird kommen!

Hierzulande laufen derzeit die letzten Folgen der 2. Staffel Prison Break. In den USA lief die 3. Staffel an, welche wegen des Autorenstreiks nur 13 Folgen umfasste, die Quoten wurden von Folge zu Folge immer schlechter und es wurden Gerüchte laut, das die Serie abgesetzt wird, ja sogar durch ein Spin-Off, welches dann in einem Frauengefängnis spielen sollte. Nun haben sich zwei Stars der Serie zu Wort gemeldet, die über den weiteren Verlauf sprachen.

So gab Domininc Purcell (Lincoln Burrows) in der "Tubridy Tonight" Show bekannt, das eine vierte Staffel definitiv kommen wird. Die zweite Bestätigung kam von Robert Knepper (T-Bag). Dieser war in einer einer französischen TV Show zu Gast und ließ dort sogar verlauten, das man bereits im Mai mit den Dreharbeiten beginnen wird. Laut einem Sprecher von Fox hieß es sogar, das man für die neue Staffel nach Los Angeles ziehen wird, nachdem man Staffel eins in Chicago und Staffel zwei und drei in Dallas (North Texas) gedreht hatte.

Wir sind gespannt wie es für die beliebte Serie weitergehen wird.

Interview mit Amaury Nolasco
Interview mit Robert Knepper
Interview mit Dominic Purcell (Teil 1, Teil 2)

Quelle(n): Movie-Infos.net, PrisonBreak-News.de
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Ich hoffe, mit Season 4 wird nicht das positive Gesamtbild einer wirklich genialen Serie zerstört. Selbst Season 3, welche gegenüber Season 1&2 schon deutlich abfällt, ist immer noch weit überdurchschnittliche TV-Unterhaltung. Dass jedoch der spürbare Abwärtstrend aufgehalten werden kann, wage ich leider zu bezweifeln.

Montag, 25. Februar 2008

Geständnis einer Nonne


Nonnen sind schon ein garstiges Völkchen. Mörderinnen in kirchlichem Gewand. Berühmt und berüchtigt für ihre offen zelebrierte Frivolität, ihren unstillbaren Sexualtrieb, vor dem sich sowohl das männliche als auch das weibliche Geschlecht in Acht nehmen sollten. Nur allzu gern lassen sie ihren sadistischen Trieben freien lauf, üben blutige Rache und hecken Finsteres aus. Auf wen diese zugesprochenen Attribute befremdlich wirken mögen, dem sei zu seiner Beruhigung versichert, dass wir nicht die Pforten zur Hölle auf leisen Sohlen durchschritten haben, sondern uns vielmehr in einem sehr beliebten italienischen Genre der 70er Jahre befinden. Nunsploitation heißt das Zauberwort, welches zu damaligen Zeiten sicherlich im Vatikan besonderen Anklang fand. Giulio Beruttis „Geständnis einer Nonne“ (1978) ist ein Vertreter jener Gattung, die sich oftmals nicht der offenen, selbstzweckhaften Provokation schämt.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Schwester Gertrude, welche ein strenges, jedoch zugleich gerechtes Regime in ihrem Krankenhaus führt. Was keiner der Patienten ahnt: Hinter ihrem gefassten äußeren Erscheinungsbild tobt ein innerer Krieg. Seit einer vermeintlich gut verlaufenen Gehirnoperation ist Gertrude morphiumabhängig und leidet unter immer öfter eintretenden Wahnvorstellungen, deren Folgen ihre Patienten schmerzlich zu spüren bekommen. Als sich im Krankenhaus seltsame Todesfälle häufen, scheint die Schuldige jedenfalls schnell gefunden…

Nunsploitation-Filme treffen sicherlich nicht jedermanns cineastischen Nerv, was nur allzu verständlich ist. „Geständnis einer Nonne“ macht es selbst dem unvoreingenommen Kinogänger nicht unbedingt einfach, Freundschaft mit dem Genre zu schließen. Berutti jubelt dem Zuschauer ein zahnloses Machwerk unter, das in keiner Disziplin so wirklich mit Esprit zu glänzen vermag. Beispielsweise spiegelt die Inszenierung zwar die unterkühlt-sterile Atmosphäre des Krankenhauses mit Bravour wider, nur leider vergisst Berutti die Notbremse zu ziehen, bevor dem Zuschauer die Füße am Boden festfrieren. Von Atmosphäre nicht der Hauch einer Spur.

Wenn es sich nur auf diesen Kritikpunkt belaufen würde, könnte sich der Streifen durchweg auf der glücklichen Seite schätzen. Objektiv gesehen verflüchtigt sich diese leise Hoffnung jedoch relativ schnell in Schall und Rauch und macht einem nüchternen Eindruck platz. Die Geschichte um Schwester Gertrude, die Stück für Stück in den Wahnsinn abzugleiten droht, wirkt wenig inspiriert und bietet nur Standardkost. Allein aufgrund der stümperhaft ausgesäten „Roten Heringe“ dürfte eigentlich niemand in Schwester Gertrude die Verursacherin der Todesfälle sehen. Ihr eingestreutes pseudo-lesbisches Geplänkel mit der Zimmergenossin Schwester Mathieu, die offensichtlich ihre sexuellen Wünsche auf Gertrude projiziert, bietet dann auch postwendend die- wohl eher ungewollte- Möglichkeit, bereits frühzeitig Rückschlüsse auf die wahre Identität des Mörders zu ziehen. Drehbuch sei Dank!

Will man sich einmal wirklich weit aus dem Fenster lehnen, könnte man sogar versuchen in „Geständnis einer Nonne“ einen kirchenkritischen Subtext zu verorten, der weit über bloße Provokation mit den gängigen Sex- und Gewaltinhalten hinausgeht. Eine Äußerung der Mutter Oberin („Es ist die Berufung einer Nonne, zu leiden.“) im Kontext des Films, welcher die Unterdrückung von Sexualität und Persönlichkeit in einer Klostergemeinde zeigt, ließe sich zweifelsohne dahingehend deuten. Ob Herr Berutti mit seinem drögen Genrefilm derart viel Hintergründigkeit im Sinn hatte, bleibt fraglich.

„Geständnis einer Nonne“ nutzt jene Schwemme an Nunsploitation-Werken der 70er Jahre aus, um dem Publikum ein äußerst fragwürdiges filmisches Vehikel unterzujubeln. Da kann auch Fellini-Muse Anita Ekberg als Gertrude mit ihrem lustlosen Spiel kaum großartig was retten. Selbst Freunden europäischer Filmkost der 60/70er Jahre dürfte es schwer fallen, dem Werk allzu viel Positives unter der Kutte hervorzulocken. Zu gewollt, aber nicht gekonnt präsentiert gibt sich Beruttis Streifen in seinem Bemühen, dem Publikum etwas Spannendes, Mysteriöses oder gar auch nur Provokantes vorzusetzen. (3/10 Punkten)